Yali Yahav stoppt Georgiens Lauf und holt den Kadetten-Europatitel bis 52 kg
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Yali Yahav war die Athletin, die am zweiten Wettkampftag der „Millennium Team“ European Judo Championships Cadets 2026 in Gran Canaria die Geschichte der Klasse bis 52 kg veränderte. In einer Auslosung voller gesetzter Namen und früher Erwartungen blieb die Israelin in den entscheidenden Momenten konzentriert und beendete den Tag mit Kadetten-Europagold.
Der Finalblock begann mit den Medaillenkämpfen der Klasse bis 52 kg, und ein großer Teil der frühen Aufmerksamkeit galt der topgesetzten Mariam Guliashvili aus Georgien. Als Nummer acht der Weltrangliste startete sie mit klarer Autorität und wirkte bereit, diesen Status zu bestätigen. Doch die Kategorie nahm im Viertelfinale plötzlich eine Wendung, als ihr Lauf von ihrer Teamkollegin Salome Merkviladze gestoppt wurde.
Dieses Ergebnis eröffnete Georgien einen starken Weg in die späteren Runden, denn Merkviladze trug die Hoffnungen ihres Landes bis ins Halbfinale. Für einen Moment sah es so aus, als könnte das georgische Team die Kategorie trotz des Ausscheidens seiner Topgesetzten weiter kontrollieren. Dann griff Yahav ein und schloss diese Tür.
Ihr Halbfinale gegen Merkviladze war die Leistung, die Georgiens Vorstoß zum Titel beendete. Indem Yahav die letzte georgische Anwärterin im Rennen um Gold besiegte, räumte sie das letzte Hindernis zwischen sich und der Chance auf den obersten Platz auf dem Podium aus dem Weg. Es war ein entscheidender Moment in dieser Klasse und einer, der die gesamte Stimmung des Wettbewerbs veränderte.
Yahav übernahm die Kontrolle, als der Druck in der Auslosung am größten war.
Im Finale wartete die Ukrainerin Kseniia Kyrylchuk, die einen der härtesten Wege des Tages hinter sich hatte. Kyrylchuk hatte zuvor bereits starke Resultate erzielt und die Nummer drei der Setzliste, Alexandra Chiron aus Moldau, sowie die Nummer zwei, Vivien Vadovicova aus der Slowakei, ausgeschaltet. Damit war das Finale mehr als ein Duell zweier Überlebender. Es wurde zum Aufeinandertreffen einer Athletin, die Georgiens Hoffnungen beendet hatte, und einer anderen, die sich durch das Feld der Gesetzten gekämpft hatte.
Aus europäischer Sicht stach Kyrylchuks Lauf deutlich hervor. Die Ukrainerin kämpfte sich in den Goldkampf, indem sie zwei der höchstplatzierten Namen in ihrem Abschnitt bezwang und damit sowohl Widerstandskraft als auch Wettkampfnerven bewies. Auch ohne den Titel markierte der Finaleinzug auf diesem Weg sie als eine der auffälligsten Athletinnen dieser Kategorie.
Dennoch gehörte der Tag Yahav. In einer Gewichtsklasse, die mit viel Vertrauen in die Topgesetzte begonnen hatte und sich dann über eine rein georgische Viertelfinal-Überraschung drehte, war sie diejenige, die in den größten Momenten die Kontrolle behielt. Am Ende der Session hatte sie nicht nur die Halbfinal-Gefahr bezwungen, sondern auch das Finale gewonnen und sich in Gran Canaria den Kadetten-Europatitel gesichert.
Es war eine Erinnerung daran, wie schnell sich Judo auf Kadettenniveau verändern kann. Rankings und Setzlisten sind wichtig, doch sobald der Wettkampf beginnt, können Timing, Ruhe und eine große Leistung alles neu schreiben.
Quelle: EJU.net
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: EJU / European Judo Union