Warschau bebt: Polens Sonntag mit drei Titeln, Frankreich bleibt vorne

Der zweite Wettkampftag beim European Open in Warschau hatte genau das, was die Halle liebt: enge Kämpfe, laute Momente und am Ende ein klares Statement der Gastgeber. Polen holte am Sonntag drei Goldmedaillen und schob sich damit auf Platz zwei im Medaillenspiegel – direkt hinter ein insgesamt sehr starkes französisches Team. Über das Wochenende standen 320 Judoka aus 27 Nationen auf der Matte, am Sonntag wurden sieben Gewichtsklassen entschieden.

Ein emotionaler Höhepunkt aus polnischer Sicht war die Klasse -52 kg der Frauen mit 17 Teilnehmerinnen. Aleksandra Kaleta nutzte ihre Rolle als topgesetzte Athletin und gewann ihre erste Continental-Open-Finalbegegnung, nachdem sie zuvor dreimal Bronze geholt hatte. Gegen Kenia Perna aus Italien setzte sie früh ein Zeichen: Kaleta ging mit tani-otoshi für yuko in Führung, konterte später einen uchi-mata-Versuch für Waza-ari und legte danach noch einmal mit yuko nach.

Kaleta krönte ihren Durchbruch vor heimischer Kulisse.

Auch im Männer -81 kg Feld (31 Starter) hielt Polen dem Druck stand. Szymon Szulik blieb im Finale ruhig und setzte sich gegen Joshua de Lange aus den Niederlanden durch. Frankreich zeigte in dieser stark besetzten Kategorie zudem seine Tiefe, denn Luca Otmane und Bastien Pons standen ebenfalls auf dem Podium.

Das dritte polnische Gold kam im Schwergewicht +100 kg (15 Kämpfer). Grzegorz Teresinski gewann das Finale gegen Jamal Feyziyev aus Aserbaidschan. Zusätzlich holte Polen durch Jakub Sordyl Bronze, während Deutschland mit Daniel Udsilauri ebenfalls einen Platz auf dem Podium erkämpfte.

Frankreich glänzte am Sonntag erneut: Marine Gilly gewann das rein französische -48-kg-Finale gegen Fina Pamedie Katendi Nzuzi, und in -57 kg siegte Ophelie Vellozzi gegen Polens Arleta Podolak. Montenegro jubelte in -90 kg durch Novo Raičević, während die Niederlande in -100 kg mit einem Teamfinale zwischen Joes Schell und Lars Vissers auffiel. Insgesamt blieb Frankreich dank Konstanz an der Spitze – doch Warschau gehörte am Sonntag spürbar auch Polen.

Quelle: JudoInside

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