Walking away with gold: Christa Deguchi ends her competitive judo journey

Abschied auf dem Höhepunkt: Christa Deguchi beendet ihre Wettkampfkarriere

Christa Deguchi (CAN) zieht einen klaren Schlussstrich unter ihre Zeit im Leistungssport. Die 30-Jährige hat ihren Rücktritt vom Wettkampf-Judo bekanntgegeben – und geht mit einem Palmarès, das in Kanada Maßstäbe setzt: Olympiasiegerin, zweimalige Weltmeisterin, Pan-Amerikameisterin und mehrfach auf dem World Judo Tour-Podium.

Ihr Weg ist eng mit zwei Kulturen verbunden. In Japan geboren, mit japanischer Mutter und kanadischem Vater, wechselte Deguchi 2017 in die kanadische Nationalmannschaft. Nach schwierigen ersten Grand-Slam-Auftritten in Abu Dhabi und Tokio kam der Moment, der alles veränderte: 2018 gewann sie den Paris Grand Slam mit einem Finalsieg gegen Tsukasa Yoshida.

Paris wurde erst ihr Durchbruch – und später der Ort ihres größten Triumphs.

2024 folgte dann der Gipfel: Gold bei den Olympischen Spielen in Paris, Kanadas erstes olympisches Judo-Gold überhaupt. Im selben Jahr wurde sie zudem zur IJF Female Judoka of the Year gewählt. Es war ihr letzter Wettkampfauftritt – danach, so beschreibt sie es, kamen körperliche und mentale Herausforderungen, die die Entscheidung reifen ließen.

Vorübergehend spielte sie mit dem Gedanken an ein Comeback, unter anderem beim Grand Slam in Ulaanbaatar. In der Vorbereitung merkte sie jedoch, dass die Motivation für den Alltag des Spitzensports nicht mehr dieselbe war – besonders die Belastungen rund ums Gewichtmachen und die notwendigen Opfer.

Eine prägende Konstante ihrer Karriere blieb die interne Rivalität mit Jessica Klimkait, die in Tokio 2021 Bronze gewann, während Deguchi die Spiele verpasste. Rückblickend sieht Deguchi genau darin einen Antrieb, der sie härter machte. In Paris teilte sie ihr Olympia-Erlebnis außerdem mit ihrer jüngeren Schwester Kelly Deguchi, die ebenfalls dort startete.

Deguchi betont, dass sie dem Judo nicht den Rücken kehren will. Sie möchte der Community verbunden bleiben, junge Athletinnen und Athleten inspirieren und weiter Teil der Judo-Familie sein – nur eben nicht mehr im Wettkampfmodus.

Quelle: JudoInside

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