Van Lieshout knapp am Titel vorbei, Europa sammelt am zweiten Tag in Ulaanbaatar weitere Podestplätze

Joanne Van Lieshout kam am zweiten Tag des Ulaanbaatar Grand Slam 2026 einem europäischen Gold am nächsten, doch die Niederländerin musste sich in der Klasse bis 63 kg mit Silber begnügen. Europa holte im Tagesverlauf dennoch acht weitere Medaillen, auch wenn der oberste Podestplatz außer Reichweite blieb.

Van Lieshouts Finale gegen Haruka Kaju brachte zwei große Namen dieser Gewichtsklasse zusammen. Über weite Strecken blieb der Kampf sehr ausgeglichen, ohne dass eine der beiden Athletinnen den Rhythmus der anderen wirklich brechen konnte.

Die Wende kam im Bodenkampf, wo Kaju den Druck nach und nach erhöhte. Van Lieshout entkam mehrfach gefährlichen Situationen und blieb sowohl am Boden als auch im Stand weiter im Kampf, doch das Duell glitt ihr langsam aus den Händen.

Zwei Shido machten die Lage für die Niederländerin bereits schwierig. Dann beendete ein drittes Shido weniger als zwanzig Sekunden vor Schluss ihre Goldhoffnungen und besiegelte stattdessen Silber. Zugleich bedeutete es für Kaju ihren vierten Grand-Slam-Titel und ein weiteres Gold für Japan in der Mongolei.

Van Lieshout blieb bis zu den letzten Sekunden im Kampf.

Auch die Kämpfe um Bronze in dieser Kategorie waren von echter Spannung geprägt. Im ersten davon hatte Enkhriilen Lkhagvatogoo vor heimischem Publikum gegen Dali Liluashvili die Chance auf einen mongolischen Podestplatz.

Diese Begegnung blieb eng und nervenaufreibend, ehe sie im Golden Score entschieden wurde. Lkhagvatogoo erhielt ein drittes Shido, womit Bronze in einem schmerzhaften Ende für die lokalen Fans an Liluashvili ging.

Der zweite Bronzekampf hatte eine starke europäische Note, als Sara-Joy Bauer aus Deutschland auf Lubjana Piovesana aus Österreich traf. Es entwickelte sich ein aktiver Kampf mit Wurfangriffen, Bodenaktionen und wiederholten Versuchen, am Boden die Kontrolle zu übernehmen.

Piovesana gelang die entscheidende Wertung im Bodenkampf. Ihr Waza-ari am Boden sicherte Bronze und komplettierte einen weiteren europäischen Podestplatz an einem Tag, an dem der Kontinent auch ohne Gold seine Tiefe zeigte.

Piovesanas Bodenkampf machte den Unterschied, als es am meisten zählte.

Der zweite Tag in Ulaanbaatar brachte Europa zwar keinen Titel, aber dennoch mehrere Momente voller Widerstandskraft, Druck und knapper Entscheidungen. Van Lieshouts Weg ins Finale, Bauers rein europäischer Bronzekampf und Piovesanas souveräner Abschluss am Boden unterstrichen, wie konkurrenzfähig das europäische Team während des gesamten Events blieb.

Für Europa war die Schlagzeile klar: Acht weitere Medaillen kamen hinzu, und auch ohne Gold blieb der Kampf um das Podest von Anfang bis Ende intensiv.

Quelle: EJU.net

Quelle: Fighting Lifestyle

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