Tushishvili survives late pressure to seal heavyweight gold in Tbilisi

Tushishvili hält dem Druck stand und krönt Tiflis mit Gold

Zum Abschluss der Europameisterschaften 2026 in Tiflis bekam das Heimpublikum genau den Moment, auf den es gehofft hatte. Guram Tushishvili zog im Schwergewicht über +100 kg in den Final ein und lieferte in der lautstarken Halle einen Auftritt, der Nervenstärke und Timing verlangte.

Auf der anderen Seite stand mit Lukas Krpalek ein Gegner von besonderem Format. Der Tscheche, Olympiasieger in zwei Gewichtsklassen und eine der großen europäischen Figuren des Sports, steigerte sich im Verlauf des Tages sichtbar. Nach einem schwierigen Auftakt gegen Losseni Kone fand er immer besser in seinen Rhythmus und brachte viel Selbstvertrauen in das Endduell mit.

Im Final war sofort zu spüren, wie viel auf dem Spiel stand. Beide suchten die Kontrolle im Kumi-kata, beide wussten, dass ein kleiner Fehler alles verändern konnte. Lange neutralisierten sie sich, bis Tushishvili die entscheidende Szene erzwang: Er arbeitete den Arm von Krpalek über die Schulter nach unten und setzte ein kraftvolles tsuri-goshi an. Dafür erhielt der Georgier Waza-ari.

Ein einziger sauberer Moment machte im Final den Unterschied.

Krpalek drängte danach immer wieder nach vorn und versuchte, mit tomoe-nage zurückzukommen. Doch Tushishvili blieb trotz wachsendem Druck stabil. In der Schlussphase wurde es durch Shido noch einmal eng, aber der Georgier brachte den Vorsprung über die Zeit und sicherte sich vor heimischer Kulisse den Titel.

Für Tushishvili ist es bereits seine neunte kontinentale Medaille, wenn man auch den Juniorentitel von 2015 einrechnet. Auch aus europäischer Sicht blieb das Podium stark besetzt: Valerii Endovitskii aus Russland holte Bronze gegen Darius Dobre aus Rumänien nach drei Shido gegen den Rumänen, während Ibrahim Tataroglu den Polen Grzegorz Teresinski mit Waza-ari und anschließendem Haltegriff zu Ippon bezwang.

Zum Ende des Turniers stand außerdem fest: Gastgeber Georgien führte den Medaillenspiegel mit vier Goldmedaillen an, vor Frankreich, Russland, Italien und Israel.

Quelle: EJU_News

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