Drei Generationen testen europäisches Ne-waza in Riga
Teilen
Riga war Gastgeber eines bedeutenden Schritts für das europäische Ne-waza im Wettkampf und führte Kadetten, Junioren und Senioren in derselben Meisterschaftsstruktur zusammen. Mit 18 vertretenen Nationen und einer breiten Verteilung der Medaillen auf verschiedene Länder bot die Veranstaltung ein positives erstes Bild des Interesses an diesem Format.
Für den EJU-Bildungsdirektor Ronnie Saez gehörte die Gelegenheit, drei Generationen von Athletinnen und Athleten bei einer Meisterschaft kämpfen zu sehen, zu den herausragenden Merkmalen des Wochenendes. Der Wettbewerb unterschied sich von den vorherigen Veteranen-Ne-waza-Meisterschaften: Die jüngeren Kategorien brachten Geschwindigkeit, Beweglichkeit und einen anderen Rhythmus auf die Tatami.
Der Golden Score wurde zu einem der wichtigsten Gesprächsthemen unter den Trainern. Er bot den Kampfrichtern auch erstmals die Gelegenheit, innerhalb dieses Meisterschaftsrahmens zu arbeiten, und Saez erklärte, dass sie sich gut auf die Erfahrung eingestellt hätten.
Vor dem Wettbewerb leiteten Slaviša Bradić, Mitglied des Beirats des EJU-Präsidenten, und Franc Ocko, EJU-Hauptkampfrichterkommissar, eine Sitzung für die Offiziellen. Zur Vorbereitung gehörten Demonstrationen und eine Frage-und-Antwort-Runde, die dazu dienen sollte, die Regeln und ihre Anwendung zu erläutern.
Riga bot Athletinnen und Athleten, Trainern und Kampfrichtern erstmals die Gelegenheit, dieses sich entwickelnde Format mitzugestalten.
Die Veranstaltung wurde nicht als fertiges Produkt präsentiert. Nun werden Rückmeldungen von Athletinnen und Athleten, Trainern, Kampfrichtern und weiteren Beteiligten gesammelt. Die Kommission wird diese Beobachtungen prüfen und mögliche Anpassungen für die Zukunft erwägen.
Die breite Medaillenverteilung und die Teilnahme von 18 Ländern waren weitere ermutigende Zeichen für die Disziplin auf europäischer Ebene. Saez beschrieb die Gesamtresonanz der Teilnehmenden als positiv, wobei viele die Ausrichtung der Meisterschaft begrüßten.
Rigas Aufgabe bestand darin, das Konzept unter Wettkampfbedingungen zu testen, statt sofort auf jede Frage eine Antwort zu geben. Im nächsten Schritt wird bewertet, was funktioniert hat, wo Verbesserungen nötig sind und wie diese Erkenntnisse genutzt werden können, wenn die Meisterschaft 2027 nach Estland weiterzieht.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union