Tereza Bodnárová bleibt cool und holt -52-kg-Gold in Prag

Tereza Bodnárová war am zweiten Tag der European Open Prague 2026 die herausragende Heimsiegerin und gewann Gold in der Frauenklasse bis 52 kg. In der lauten Prager Sporthalle bescherte die tschechische Judoka den heimischen Fans den ersehnten Moment und sorgte am Ende des Tages für den größten Jubel des Gastgeberlandes.

Im Finale traf sie auf die Deutsche Chiara Serra, eine Gegnerin, die Bodnárová bereits gut kannte. Beide waren zuvor schon in Spanien aufeinandergetroffen, wo sich die Tschechin mit Uchi-mata durchgesetzt hatte, doch dieser Kampf stellte andere Fragen.

Serra ist für ein gefährliches linksseitiges Uchi-mata bekannt, daher verlangte das Finale vom ersten Austausch an höchste Konzentration. Bodnárová antwortete mit Geduld und Kontrolle und ließ Serra nicht das Tempo bestimmen. Statt riskante Angriffe zu erzwingen, setzte sie auf kluge Bewegung und präzise Ashi-waza, um den Kampf zu ihren Bedingungen zu steuern.

Diese taktische Entscheidung machte den Unterschied. Ashi-waza hatte in ihrem früheren Duell keine große Rolle gespielt, doch in Prag wurde es zu einem wichtigen Teil von Bodnárovás Auftritt. Es half ihr, den Rhythmus zu brechen, gegen Serras Gefahr ausgeglichen zu bleiben und den Kampf Schritt für Schritt in Richtung Sieg zu lenken.

Im Finale war Geduld genauso wichtig wie Angriff.

Noch beeindruckender wurde das Ergebnis durch den Beginn ihres Tages. Bodnárová sagte nach der Siegerehrung, dass ihr erster Kampf der schwierigste gewesen sei. Der Start sei die größte Herausforderung gewesen, und sie verwies auch auf die Hitze sowie die Notwendigkeit, sich an die Bedingungen anzupassen.

Dieser frühe Kampf brachte sie nicht aus dem Konzept. Wenn überhaupt, wurde er zum Wendepunkt ihres Turniers. Mit jedem Kampf wirkte Bodnárová gefestigter, ruhiger und selbstbewusster auf der Tatami.

Am Ende des Turniers zeigte sie genau die ruhige Autorität, die Champions brauchen. Es gab keine Panik, keine unnötige Hektik, sondern nur konstante Entscheidungen und Vertrauen in die richtigen Momente. Gegen eine gefährliche Gegnerin im Finale und unter den Erwartungen des Heimpublikums behielt sie die Nerven.

Für das tschechische Judo war es ein goldener Moment vor den eigenen Fans. Für Bodnárová war es ein Auftritt, der nicht nur auf Technik beruhte, sondern auch auf Reife, Anpassungsfähigkeit und Ruhe unter Druck.

Je weiter der Tag voranschritt, desto stärker wirkte Bodnárová.

Quelle: EJU.net

Quelle: Fighting Lifestyle

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