Tbilisi bebt: Tag 3 wird zum Härtetest für Grigalashvili, Bekauri – und Europas U70-Elite
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Am dritten Tag der Europameisterschaften in Tbilisi (Samstag, 18. April) rücken drei der emotionalsten Gewichtsklassen ins Zentrum: Männer U81kg und U90kg sowie Frauen U70kg. Vor heimischem Publikum steigt für Georgien der Druck spürbar, denn mehrere Aushängeschilder stehen gleichzeitig auf der Tatami. Genau diese Mischung aus Erwartung, Rivalität und Weltklasse macht den Tag so aufgeladen.
In der Männerklasse U81kg mit 39 Athleten ist Spannung praktisch eingebaut. Tato Grigalashvili, dreifacher Weltmeister, geht als dominierende Figur der letzten Jahre in den Wettkampf und will in Tbilisi den europäischen Titel zurückholen, den er zuletzt 2024 gewann. Doch diese Kategorie lebt von Duellen, die sich immer wieder neu entzünden.
Matthias Casse, Olympiadritter und früherer Weltmeister, bleibt der Konterpol: taktisch stark, unbequem, und genau der Typ Gegner, der Grigalashvili vor echte Entscheidungen stellt. Dazu kommt Titelverteidiger Timur Arbuzov, der nach seinem 22. Geburtstag am Dienstag nun den nächsten Schritt gehen will – in einem Feld, in dem Konstanz selten ist.
In U81kg fühlt sich jeder Kampf wie ein Finale an.
Noch dichter wird es mit erfahrenen Namen wie Zelim Tckaev und Vedat Albayrak sowie dem ehrgeizigen Mihajlo Simin, der die Rangordnung durcheinanderbringen will.
In der Männerklasse U90kg (38 Athleten) steht Georgiens Stärke noch deutlicher im Fokus. Lasha Bekauri, Doppel-Olympiasieger, bringt seine explosive „alles oder nichts“-Art mit, die Hallen kippen lassen kann. Luka Maisuradze, Weltmeister und an Nummer zwei gesetzt, kommt ebenfalls mit starken Ansprüchen – ein mögliches Finale der beiden würde nicht nur die Arena elektrisieren, sondern auch ihre ausgeglichene Rivalität zuspitzen.
International bleibt die Gefahr real: Maxime-Gaël Ngayap Hambou, Theodoros Tselidis und Ex-Weltmeister Nemanja Majdov haben die Erfahrung, jeden Plan zu sprengen.
Bei den Frauen U70kg setzt Europa ein deutliches Ausrufezeichen. Lara Cvjetko aus Kroatien reist als Weltranglistenerste und topgesetzt an, während Ungarns Titelverteidigerin Szofi Ozbas nach dem Aufstieg in die Gewichtsklasse ihren Status bestätigen will. Mit Michaela Polleres, Madina Taimazova und Sanne van Dijke stehen dazu weitere Olympiamedaillengewinnerinnen im Feld – und mit April Fohouo wartet eine Herausforderin, die das Tableau aufmischen könnte.
In U70kg gibt es keinen sicheren Weg Richtung Gold.
Quelle: JudoInside