Tbilisi sets the stage: -90 kg home pressure, -70 kg rivalry, and a stacked European field

Tbilisi ruft: In -90 kg und -70 kg treffen Erfahrung, Heimdruck und neue Stars aufeinander

Wenn vom 16. bis 19. April in Tbilisi die europäischen Titel vergeben werden, richten sich viele Blicke auf zwei Klassen, die kaum mehr Dichte vertragen: -90 kg der Männer und -70 kg der Frauen. Gastgeber Georgien bringt in -90 kg gleich die Top-Setzung doppelt mit, während bei den Frauen ein packendes Duell zwischen Kroatien und Ungarn in der Luft liegt.

In zwei Gewichtsklassen steht fast alles auf „Finale oder Chaos“.

In der -90-kg-Kategorie wird viel über Georgiens Traum vom Heim-Gold gesprochen. Lasha Bekauri führt das Feld als doppelte olympische Goldmedaille und Europameister von 2021 an, mit dem Ruf, Kämpfe kompromisslos zu führen. Direkt hinter ihm steht Luka Maisuradze, Weltmeister von 2023, der mit Rückenwind von einem Grand-Slam-Sieg nach Tbilisi kommt. Ihr Direktvergleich ist laut Vorschau ausgeglichen (2–2) – ein mögliches Endkampf-Szenario, das die Halle zum Brodeln bringen würde.

Für die europäische Konkurrenz bleibt es trotzdem offen: Frankreichs Maxime-Gaël Ngayap Hambou und Griechenlands Theodoros Tselidis kommen als olympische Bronzemedaillengewinner aus Paris 2024, Serbiens Weltmeister von 2017 Nemanja Majdov bringt zusätzliches Gewicht in den Kampf um die Medaillen. Auch Murad Fatiyev (Aserbaidschan) und Bulgariens Ivaylo Ivanov sind wieder dabei. Ivanov geht dabei als der erfahrenste Mann ins Turnier: Seit seinem EM-Debüt 2014 sammelte er zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen, in Tbilisi wartet sein 13. Start.

Bei den Frauen bis -70 kg führt Lara Cvjetko Kroatien als Topgesetzte an. Zwei WM-Finals, eine EM-Bronzemedaille sowie eine starke World-Judo-Tour-Bilanz aus 2025 haben sie bis an die Spitze der Weltrangliste getragen. Doch Titelverteidigerin Szofi Özbas aus Ungarn ist als Nummer zwei gesetzt und seit ihrem Wechsel aus -63 kg in 2025 sofort ein Faktor: vier Grand-Slam-Titel, darunter Siege in Paris 2026 und Abu Dhabi 2025.

Cvjetko gegen Özbas: ein Duell, das schon seit 2016 Geschichten schreibt.

Hinter dem Spitzenpaar lauern weitere europäische Medaillenanwärterinnen: Elisavet Teltsidou (Griechenland) und Aleksandra Andric (Serbien) standen 2025 bereits auf dem EM-Podium. Mit Michaela Polleres (Österreich), Madina Taimazova und Sanne van Dijke (Niederlande) sind zudem drei olympische Medaillengewinnerinnen im Feld. Van Dijke, zweifache Europameisterin (2017, 2021), geht als erfahrenste Kämpferin in ihre neunte EM.

Und dann ist da noch die Unbekannte mit Sprengkraft: April Fohouo aus der Schweiz. Als Junioren-Welt- und Junioren-Europameisterin hat sie den Sprung zu den Seniors schnell gemacht, stand bereits in zwei Grand-Slam-Finals – und könnte in Tbilisi die etablierte Ordnung testen.

Quelle: EJU_News

Zurück zum Blog