Tbilisi wird zum Härtetest: Europas Judoka wollen vor der EM ein Zeichen setzen
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Tbilisi schaltet an diesem Wochenende in den Wettkampfmodus: Beim Tbilisi Grand Slam 2026 (20.–22. März) gehen 386 Athletinnen und Athleten aus 51 Nationen auf die Tatami. Austragungsort ist der Olympic Sports Palace – genau die Arena, die wenige Wochen später auch die Europameisterschaften (16.–19. April) beherbergt. Für viele ist das hier mehr als nur ein Tour-Stopp: Es ist die Generalprobe unter echten Bedingungen.
In Tbilisi geht es nicht nur um Medaillen, sondern auch um EM-Momentum.
Aus europäischer Sicht steht besonders die -70-kg-Klasse im Fokus. Lara Cvjetko, die kroatische Weltranglistenerste und Vizeweltmeisterin, bestreitet ihren ersten Grand-Slam-Auftritt 2026 nach einer Saison mit drei World-Tour-Goldmedaillen und EM-Bronze im Vorjahr. Die Aufgabe ist groß: Japans amtierende Weltmeisterin Shiho Tanaka führt ein starkes Feld an, in dem auch Michaela Polleres (AUT), Ida Eriksson (SWE) und Tais Pina (POR) lauern.
Auch eine Gewichtsklasse darunter ist Kroatien prominent vertreten: Iva Oberan reist als Nummer zwei der Setzliste in der -63-kg-Kategorie an. Direkt dahinter wartet mit der früheren Weltmeisterin Joanne Van Lieshout (NED) ein Name, der jeder Auslosung sofort Schärfe gibt.
In -52 kg wird Europas Dichte besonders sichtbar: Die Top sechs der Setzliste kommen komplett vom Kontinent. Reka Pupp (HUN) führt das Tableau an, und auch Gefen Primo (ISR) ist zurück im Wettbewerb – ihr erster Start seit November.
Bei den Schwereren ist der europäische Block ebenfalls stark: Metka Lobnik (SLO) ist in -78 kg topgesetzt, mit Emma Reid (GBR) und Alina Boehm (GER), der doppelten Europameisterin, im Mix. In +78 kg stehen Raz Hershko (ISR) und Lea Fontaine (FRA) an Position eins und zwei der Setzliste.
Bei den Männern rückt -81 kg besonders in den Blick, weil alle Top-20-Athleten aus Europa kommen. Vedat Albayrak (TUR) führt die Setzliste an, gefolgt von Zaur Dvalashvili (GEO) und Matthias Casse (BEL) – ein Vorgeschmack auf die EM ist praktisch garantiert.
In -90 kg richtet sich die Aufmerksamkeit auf den georgischen Hoffnungsträger Luka Maisuradze, Weltmeister 2023 und Europameister 2022. Nach einem frühen Aus beim Paris Grand Slam will er zu Hause reagieren – und jagt dabei weiterhin seinem ersten Grand-Slam-Gold hinterher. Nemanja Majdov (SRB) bringt als Weltmeister von 2017 zusätzliche Reibung in die Kategorie.
In -100 kg ist Jorge Fonseca (POR) zurück und kommt nach Bronze beim Upper Austria Grand Prix in die Saison. Angeführt wird die Klasse von Simeon Catharina (NED), dazu kommt Zsombor Veg (HUN). Und in +100 kg ist erneut die Niederlande vorn: Jur Spijkers ist topgesetzt, vor Kanan Nasibov (AZE) und dem finnischen Europameister 2023 Martti Puumalainen.
Georgia stellt mit 42 Judoka das größte Team und will den Heimvorteil nutzen. Für Fans vor Ort und alle, die Richtung EM schauen, ist dieses Wochenende der perfekte Testlauf – live zu sehen auf JUDOTV.COM.
Quelle: EJU_News