Tbilisi on the horizon: -52 kg brings a three-way chess match, -66 kg sees Finland in pole position

Tbilisi ruft: In -52 kg trifft Erfahrung auf Statistik, in -66 kg sorgt Finnland für eine neue Spitze

Der Blick Richtung Senior European Judo Championships Tbilisi 2026 wird langsam schärfer: In den Klassen -52 kg (Frauen) und -66 kg (Männer) wartet ein Feld, das kaum Luft zum Atmen lässt. Gerade in Europa ist die Dichte in diesen Kategorien brutal hoch, und genau das macht die Vorschau so reizvoll.

In -52 kg steht weiterhin Kosovos Erfolgsserie im Mittelpunkt. Distria Krasniqi reist als amtierende Europameisterin an und trägt eine Dekade voller Titel mit sich, die im selben Gewicht aufgebaut wurde. Doch Tbilisi wird nicht zur Solofahrt, denn mit Amandine Buchard und Odette Giuffrida stehen zwei weitere olympische Medaillengewinnerinnen bereit, die wissen, wie man auf diesem Niveau liefert.

In -52 kg geht es weniger um Namen als um den Moment, in dem alles zusammenpasst.

Giuffrida bringt zusätzlich das Etikett der Weltmeisterin 2024 mit und vor allem Erfahrung: Tbilisi wird ihr 13. Auftritt bei einer Senioren-EM. Statistisch hat Krasniqi in ihrer direkten Rivalität die Nase vorn, während Buchard in den Head-to-Head-Duellen gegen beide eine starke Bilanz hält. Es ist diese Dreiecks-Dynamik, die jede Auslosung gefährlich macht.

Hinter dem Trio schiebt Europa weiter nach. Ungarns Pupp Réka und Gyertyás Róza stehen als echte Hürden im Weg, dazu kommen Rückkehrerinnen wie Naomi van Krevel und Ariane Toro Soler. Dass sieben der Top 10 der Welt in Tbilisi auf die Matte gehen sollen, sagt alles über das Level.

In -66 kg liefert Europa eine Story, die man nicht jeden Tag sieht: Luukas Saha führt als gesetzte Nummer eins. Mit WM-Bronze 2024 und EM-Bronze 2025 hat der Finne seine Position untermauert. Gleichzeitig verteidigt Daikii Bouba seinen EM-Titel, und mit Vazha Margvelashvili sowie Denis Vieru stehen zwei olympische Medaillengewinner im Feld.

In -66 kg kann eine einzige Begegnung die komplette Statik des Turniers verschieben.

Besonders elektrisierend: Margvelashvili kommt ungesetzt, obwohl er zweimal Europameister wurde und nun erstmals daheim bei der Senioren-EM antreten kann. Dazu deutet sich ein mögliches Duell Bouba gegen Saha an, in dem der Finne knapp vorne liegt. Ob Frankreich Kontrolle behält, Georgien auf Heim-Matte explodiert oder Finnland den nächsten Schritt macht, wird sich auf dem Tatami zeigen – live auch auf JudoTV.

Quelle: EJU_News

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