Heimdruck und Schwergewicht-Drama: Tiflis erwartet ein heißes Grand-Slam-Wochenende

Tiflis riecht nach großem Judo, noch bevor die ersten Medaillen vergeben sind. Im Schwergewicht könnte sich ein rein georgisches Duell in den Vordergrund schieben: Saba Inaneishvili und Gela Zaalishvili wollen vor heimischem Publikum zeigen, wer künftig das Sagen hat. Mit Irakli Demetrashvili steht zudem ein weiterer gefährlicher Name bereit, der das interne Kräftemessen noch unberechenbarer macht.

Im Schwergewicht geht es in Tiflis nicht nur um Medaillen, sondern um Status.

Leicht wird es für die Gastgeber trotzdem nicht, denn ganz oben in der Setzliste steht der Niederländer Jur Spijkers. Er gilt als einer der konstantesten Athleten in der Klasse und ist genau die Hürde, an der georgische Ambitionen gemessen werden. Insgesamt sind 25 Schwergewichte gemeldet, eine Mischung aus erfahrenen Medaillengewinnern und Hungrigen, die das Wochenende zu einem Risiko für jede Prognose machen.

Das Turnier ist insgesamt international stark besetzt: 51 Nationen sind vertreten. Georgia stellt mit 42 Judoka die mit Abstand größte Delegation, während europäische Teams wie Frankreich und Deutschland ebenfalls mit klarer Präsenz anreisen. Auch die Niederlande sind mit einer soliden Mannschaft dabei.

Auffällig sind die Lücken im georgischen Staraufgebot. Lasha Bekauri, Tato Grigalashvili, Ilia Sulamanidze und Lasha Shavdatuashvili fehlen, ebenso Eteri Liparteliani bei den Frauen. Dafür rücken andere in den Fokus: Luka Maisuradze wird im U90kg zum zentralen Hoffnungsträger, Temur Nozadze trägt Erwartungen im U66kg.

Aus europäischer Sicht lohnt sich zudem der Blick auf Lara Cvjetko aus Kroatien, die im U70kg zu den Anwärterinnen zählt. Und im traditionell tiefen U73kg-Feld der Männer, mit 42 Startern das größte des Turniers, kann die nächste Überraschung jederzeit entstehen.

Drei Tage, volle Halle, offene Klassen: Tiflis verspricht Stress für Favoriten und Chancen für Mutige.

Quelle: JudoInside

Zurück zum Blog