Pirelli krönt seinen Weg in Tiflis mit dem großen Schritt nach vorn
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Gennaro Pirelli hat bei den Europameisterschaften 2026 in Tiflis den Moment erreicht, auf den er seit Jahren hingearbeitet hatte. Nach Bronze 2024 und 2025 sowie dem U23-Europatitel von 2021 fehlte ihm noch ein großer Seniorentriumph. In Georgien gelang dem Italiener im -100-kg-Feld nun genau dieser Durchbruch.
Der 25-Jährige musste sich dabei in einer besonders starken Kategorie behaupten. Im Halbfinale gegen Bilalov (RUS) setzte Pirelli schon in der ersten Minute den entscheidenden Akzent, als er Waza-ari erzielte. Danach war höchste Konzentration gefragt, weil er den Vorsprung gegen eine sehr schwierige taktische Aufgabe über die Zeit bringen musste.
Auch das Finale nahm eine andere Wendung, als viele erwartet hatten. Am Ende stand Catharina-Pirelli auf der Anzeigetafel, und Pirelli nutzte diese Chance. Für ihn und sein Team war es ein sehr emotionaler Abschluss eines Tages, der sportlich und persönlich großes Gewicht hatte.
In Tiflis wurde aus einer langen Jagd endlich Gold.
Pirelli erklärte selbst, dass er körperlich noch nicht vollständig bei 100 Prozent war. Zwei Monate vor dem Turnier hatte er eine kleinere Sehnenverletzung im Bein, dazu kam wenige Wochen vor der Reise ein schwerer Verlust in der Familie. Umso bemerkenswerter ist, dass er sich überhaupt für den Start entschied und dann gleich den Titel holte.
Hinter diesem Erfolg steht auch das Umfeld in Neapel. Pirelli verwies auf seinen Klub Nippon Napoli und auf die Unterstützung durch sein gesamtes Team sowie durch die italienische Polizei, für die er arbeitet. Gerade für den europäischen Judosport ist diese Geschichte stark, weil sie zeigt, wie viel aus einer gewachsenen Vereinskultur entstehen kann.
Nippon Napoli sorgt schon länger für Ergebnisse auf höchstem Niveau. Erst im vergangenen Jahr gewann Christian Parlati den EM-Titel in der Klasse bis -90 kg. Pirellis Gold setzt diese Entwicklung eindrucksvoll fort und macht ihn zugleich zu einem wichtigen Vorbild für die jungen Judoka in seinem Klub.
Er betonte außerdem, wie wichtig ihm diese Rolle ist. Vor dem Training hilft er regelmäßig mit den Kindern auf der Matte. Jetzt tut er das als neuer Europameister.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union