Tallinn European Open 2026 Becomes a Big Stage for Estonia’s Next Generation - Image: EJU / European Judo Union

Tallinn European Open 2026 wird zur großen Bühne für Estlands nächste Generation

Die Tallinn European Open 2026 waren für Estland mehr als nur ein hochklassiges Judo-Turnier. In der Hauptstadt brachte die Veranstaltung Spitzenathletinnen und Spitzenathleten mit jungen Judoka, Familien und Freiwilligen zusammen und machte das Wochenende zu einem gemeinsamen Moment für die gesamte estnische Judo-Community.

Hinter den internationalen Kämpfen stand auch eine starke lokale Geschichte. Junge Judoka und Familienmitglieder halfen dabei, die Veranstaltung möglich zu machen, während der Wettkampf selbst einen seltenen Begegnungsort zwischen etablierten Athletinnen und Athleten sowie den aufstrebenden Talenten des Landes schuf. Diese Mischung verlieh dem Turnier eine besondere Energie, die für alle Beteiligten spürbar viel bedeutete.

Am Samstagabend, dem 6. Mai, wurde das Podium der European Open auch genutzt, um die Siegerinnen und Sieger des Youth Cup des estnischen Judo-Verbands zu ehren. Für die jungen Gewinnerinnen und Gewinner wurde die Feier in demselben Elite-Rahmen wie bei den Erwachsenen zu einem unvergesslichen Moment.

Der Präsident des estnischen Judo-Verbands, Ruslan Jakimov, beschrieb das Wochenende als seltene und kraftvolle Erfahrung. Er betonte, wie bedeutend es für die lokalen Fans war, Judoka mit olympischen, Welt- und kontinentalen Medaillen zu erleben, während die Gewinnerinnen und Gewinner des Youth Cup ihre Auszeichnungen in derselben Atmosphäre erhielten. Für Estlands junge Athletinnen und Athleten war die Botschaft einfach und stark: Auch sie gehören auf diese Tatami.

In Tallinn stand der Nachwuchs im Judo nicht am Rand.

Einige der ehrlichsten Reaktionen kamen von den Kindern selbst. Sebastian Mettis, Sieger in der Klasse U10 bis 40 kg, nannte es einen besonderen Tag, vor allem weil sein Trainer und Vater Juhan Mettis bei diesem Turnier zuvor selbst auf dem Podium gestanden hatte. Er sagte, dass er das Kämpfen liebe und stolz auf sich sei. Außerdem erklärte er, dass seine Lieblingstechnik Sumi-gaeshi sei, auch wenn er sie im Wettkampf noch nicht anwenden dürfe.

Hendrik Tennokese, Sieger in der Klasse U12 über 55 kg, erlebte die Wirkung des Elite-Events auf andere Weise. Aus demselben Heimatverein, in dem European-Open-Siegerin Emma-Melis Aktas ihren Weg begann, verfolgte er das Geschehen der Erwachsenen mit voller Aufmerksamkeit auf ihren Auftritt gerichtet. Er sagte, er habe ihr von ganzem Herzen die Daumen gedrückt und sei nicht nur von den Würfen beeindruckt gewesen, sondern auch davon, wie geschickt sich Athletinnen und Athleten aus gefährlichen Situationen befreiten. Für ihn war die Erfahrung zugleich spannend und motivierend.

Lisetta Rooden, die die Klasse U14 bis 52 kg gewann, sagte, dass sie unglaublich stolz gemacht habe, auf demselben Podium wie Elite-Judoka zu stehen. Sie verwies auch auf den Einfluss ihres Trainers Mattias Kuusik, dessen eigener Erfolg im Judo ihre Motivation zusätzlich gestärkt habe, eines Tages selbst bei einem hochklassigen Turnier wie diesem anzutreten.

Miia Sabalson, Siegerin in der Klasse U16 bis 52 kg, beschrieb ihren Moment auf dem Podium als Erinnerung daran, dass Fortschritt zählt. In derselben Umgebung wie Aktas zu stehen, habe sie nicht nervös gemacht, sagte sie, sondern vielmehr das Gefühl gestärkt, auf ihrem eigenen Weg etwas Wichtiges erreicht zu haben.

Unterstützung und Perspektive kamen auch von außerhalb Estlands. Olympiasiegerin und Belgien-Teamtrainerin Nora Gjakova gab den jungen Judoka einen Rat und erinnerte sie daran, dass Judo ein langer Weg ist. Ihre Botschaft drehte sich um Balance, Widerstandskraft und die Notwendigkeit, nach Siegen ebenso wie nach Niederlagen immer wieder zurückzukommen.

Die Auszeichnungen wurden von Olympia-Bronzemedaillengewinner Denis Vieru, EJU-Vizepräsidentin Catarina Rodrigues und Ruslan Jakimov überreicht. In Tallinn zählten die Medaillen, doch genauso wichtig war das Bild einer Generation, die auf die Matte tritt, während eine andere ihr zeigt, was als Nächstes möglich sein könnte.

Für Estlands junge Judoka war das mehr als nur eine Medaillenzeremonie.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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