Mit 36 noch voll dabei: Tatalashvilis zweite Karriere zwischen Georgien und den VAE
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Nugzari Tatalashvili ist ein Name, der für Ausdauer steht. Mit 36 Jahren kämpft der in Georgien geborene Judoka weiterhin auf hohem Niveau – inzwischen unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate. Auf der IJF World Tour zeigt er, dass Routine im modernen Judo kein Nachteil ist, sondern ein Werkzeug, um auch gegen eine neue Generation konkurrenzfähig zu bleiben.
Sein Fundament entstand in Europa. Bereits 2009 holte er Bronze bei den Junioren-Europameisterschaften, und in den folgenden Jahren war er Teil jener starken georgischen Generation, die im Team-Wettbewerb regelmäßig ablieferte. Georgia gewann europäische Teamtitel in 2012, 2013, 2014 und 2016, und auch bei European Open Teams gab es Erfolge im selben Zeitraum – Tatalashvili war dabei ein Baustein dieser Dominanz.
Seine Geschichte zeigt, wie lange europäische Judo-Schulen tragen können.
Auch individuell schrieb er Momente, die in Erinnerung bleiben – besonders zu Hause. Er gewann den Grand Prix in Tbilisi zweimal, 2014 und 2016, dazu kam ein World-Cup-Sieg 2012. Auf der Matte steht er für klassischen georgischen Stil: harter Griffkampf und direkte Angriffe, vor allem rechtsseitiges O-soto-gari und O-uchi-gari, mit denen er konstant Druck macht.
Sein Weg führte ihn durch mehrere Gewichtsklassen. Nach U73kg wechselte er nach dem Rio-2016-Zyklus nach oben, kehrte 2021 kurz ins Leichtgewicht zurück und holte zwei World-Tour-Bronzen, bevor er sich wieder bei U81kg einpendelte.
Seit 2022 startet er für die VAE und lieferte sofort Resultate: Bronze beim Grand Prix in Budapest, Bronze bei den Asian Championships, 2023 Bronze beim Abu Dhabi Grand Slam, 2024 Bronze beim Tbilisi Grand Slam sowie Silber bei den Asian Championships in Hong Kong. 2025 folgte ein starkes Zeichen mit Silber beim Paris Grand Slam.
Bei Olympia 2012 in London unterlag er Wang Ki-Chun, und in Paris 2024 verlor er als UAE-Starter gegen Adrian Gandia. Trotzdem bleibt er präsent – zuletzt war er in Tashkent beim Grand Slam aktiv – und wirkt wie eine Brücke zwischen Europas georgischer „Gold-Generation“ und seiner aktuellen Rolle im Judo der VAE.
Quelle: JudoInside