Sordyl breaks through as Tavano shines and Europe closes Dushanbe on top - Image: EJU / European Judo Union

Sordyls Durchbruch, Tavanos Reife und Europas starke Schlussrunde in Duschanbe

Der Dushanbe Grand Slam 2026 ist mit einem klaren Signal zu Ende gegangen: Europas Teams prägten den letzten Wettkampftag. Insgesamt gingen 16 der 20 Medaillen des Tages an europäische Athletinnen und Athleten, darunter auch drei Goldmedaillen. Damit zeigte der Kontinent erneut, wie tief und konstant die Qualität auf der World Judo Tour aktuell ist.

Im -90-kg-Finale lieferten sich Theodoros Tselidis (GRE) und Mansur Lorsanov (RUS) ein nervöses, taktisches Duell. Beide gingen vorsichtig vor, das Risiko war spürbar, und so sammelten sich auf beiden Seiten die Shido. Im Golden Score stand der Kampf auf Messers Schneide, doch Lorsanov blieb stabil und holte sich den Sieg. Zuvor hatten Adam Kopecký (CZE) und Mihail Latisev (MDA) Bronze gewonnen und damit früh europäische Akzente gesetzt.

Auch in der -78-kg-Klasse war Europa auf dem Podium stark vertreten. Marit Kamps (NED) und Alexandra Riabchenko (RUS) sicherten sich Bronze, während Yael van Heemst (NED) im Finale auf Yelyzaveta Lytvynenko (UAE) traf. Die Niederländerin musste sich einer Gegnerin beugen, die sofort Druck machte und den Kampf nach 1:18 Minuten mit Ippon beendete.

Europa stand am Schlusstag fast überall im Mittelpunkt.

In der -100-kg-Kategorie holten Oleksii Yershov (UKR) und Vadim Ghimbovschi (MDA) Bronze. Das Finale gewann allerdings Fuchun Huang (CHN), der im Golden Score mit O-uchi-gari gegen Adam Sangariev (RUS) den entscheidenden Ippon erzielte. Für Europa blieb dennoch ein weiteres stark besetztes Podium.

Besonders eindrucksvoll war der Auftritt von Asya Tavano (ITA) in +78 kg. Gegen Jinesinuer Ayiman (CHN) ging sie früh mit Yuko in Führung und kontrollierte den Kampf danach mit viel Ruhe. Für Tavano ist es bereits der zweite Gold-Erfolg in Duschanbe nach ihrem Sieg 2024, was diesem Ort für sie noch mehr Bedeutung gibt.

Das emotionalste Finale des Tages kam in +100 kg. Jakub Sordyl (POL) profitierte zunächst davon, dass kein Top-4-Gesetzter das Finale erreichte, doch seinen Weg musste er sich selbst erkämpfen. Im Halbfinale drehte er gegen Ushangi Kokauri (AZE) noch einen Waza-ari-Rückstand. Im Endkampf gegen Bislan Katamardov (RUS) geriet er nach einem Yuko aus Kata-guruma zunächst in Rückstand, konterte den nächsten Angriff aber stark, wechselte in Osae-komi und hielt bis zum Ippon. Es war sein erstes Grand-Slam-Podium überhaupt – und gleich Gold.

Mit solchen Geschichten endete ein Turnier, das Europas Breite und Durchschlagskraft noch einmal deutlich machte.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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