Shiho Tanaka edges a tense -70 kg final in Ulaanbaatar - Image: IJF / International Judo Federation

Shiho Tanaka entscheidet ein nervenaufreibendes -70-kg-Finale in Ulaanbaatar für sich

Shiho Tanaka zeigte sich beim Grand Slam in Ulaanbaatar in der Klasse bis 70 kg erneut von ihrer starken Seite und machte deutlich, warum sie die amtierende Weltmeisterin im Judo ist. Die Japanerin musste hart arbeiten, beendete den Tag aber mit Gold nach einem engen Finale gegen Aoife Coughlan aus Australien.

Diese Gewichtsklasse war von Beginn an hochklassig besetzt, mit Welt- und Olympiamedaillengewinnerinnen im gesamten Tableau. Selbst in diesem starken Feld fand Tanaka einen Weg ins Finale, nachdem in der unteren Hälfte mehrere weitere Favoritinnen ausgeschieden waren.

Coughlan, an Nummer eins gesetzt, verdiente sich ihren Platz im Kampf um Gold mit einem konzentrierten und anspruchsvollen Turnierverlauf. Sie besiegte Delger Jargalsaikhan, Sinem Oruç, Sanne Van Dijke und anschließend Miriam Butkereit im Halbfinale und zeigte damit eine der solidesten Leistungen des Tages.

So kam es zu einem spannenden Finale. Auf der einen Seite stand Coughlan, die den Olympia-Qualifikationszeitraum in starker Form eröffnete. Auf der anderen Seite stand Tanaka, eine Weltmeisterin, deren wahres Niveau sich nicht immer allein in der Weltrangliste widerspiegelt, weil japanische Judoka auf der World Judo Tour nicht immer so häufig antreten wie andere.

Das Finale brachte genau den Kampf, den viele erwartet hatten: eng, ernsthaft und voller Widerstand. Coughlan setzte Tanaka durchgehend unter Druck und weigerte sich, den Kampf aus der Hand gleiten zu lassen. Am Ende entschied nur ein Yuko, und dieser kleine Vorsprung reichte Tanaka zum Titel und zu Japans sechster Goldmedaille beim Grand Slam in Ulaanbaatar.

Ein einziger Wertungspunkt entschied ein Finale, das sich zu keinem Zeitpunkt komfortabel anfühlte.

Nach dem Sieg sagte Tanaka, sie sei mit Blick auf Olympia-Qualifikationspunkte in die Mongolei gekommen und wolle ihren Weg zu den Spielen weiter aufbauen. Außerdem sagte sie, dass sie unglaublich glücklich sei, nach drei Jahren zum ersten Mal zurückgekehrt zu sein und diesen Grand Slam zum zweiten Mal gewonnen zu haben. Genauso wichtig war für sie, unter dem Druck fokussiert geblieben zu sein, der damit einhergeht, die Athletin zu sein, die alle schlagen wollen.

Hinter dem Finale setzten auch europäische Athletinnen in dieser Gewichtsklasse Akzente. Ein Bronzekampf war ein rein niederländisches Duell zwischen Sanne Van Dijke und Margit De Voogd, aus dem Van Dijke als Siegerin hervorging und die Medaille in niederländischer Hand hielt.

Die andere Bronzemedaille ging an Lara Cvjetko aus Kroatien. Sie sicherte sich ihren Platz auf dem Podium, nachdem Miriam Butkereit aus Deutschland einen dritten Shido erhalten hatte.

Diese Ergebnisse sorgten dafür, dass Europa in den Medaillenkämpfen sichtbar vertreten war, auch an einem Tag, der am Ende Tanaka gehörte. In einem stark besetzten -70-kg-Feld dominierte sie nicht mühelos, doch genau das machte das Ausrufezeichen vielleicht noch stärker. Die Weltmeisterin wurde gefordert, blieb ruhig und brachte die Aufgabe zu Ende.

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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