Seoi-otoshi Decides Budapest Finale for Guilherme Schimidt - Image: IJF / International Judo Federation

Seoi-otoshi entscheidet Budapester Finale für Guilherme Schimidt

Guilherme Schimidt aus Brasilien gewann Gold in der Klasse -90 kg in Budapest, nachdem ein später Seoi-otoshi ein spannendes Finale gegen den Serben Boris Rutovic entschieden hatte. Der entscheidende Wurf wurde zunächst mit Waza-ari bewertet, dann zu Ippon aufgewertet und brachte Schimidt seinen dritten Grand-Slam-Titel.

Der 25-Jährige war als Weltranglisten-Neunter angereist und traf auf Rutovic, der bei den Senioren auf Rang 15 und bei den Junioren auf Rang zwei steht. Schimidt erhielt den ersten Shido des Finales und kassierte spät im Kampf eine zweite Strafe, wodurch er erheblich unter Druck geriet.

Weniger als eine Minute vor Schluss tauchte Schimidt jedoch unter Rutovic ab und setzte den perfekt getimten Seoi-otoshi an. Die schnelle Aufwertung zu Ippon entschied das Finale und bescherte dem Brasilianer seinen zweiten Titel in Budapest.

Unter spätem Druck im Finale zeigte Schimidt den Wurf, der am meisten zählte.

Das Ergebnis hatte für Schimidt eine besondere Bedeutung. Er erklärte, ein Jahr nach einer Operation und nach dem Wechsel von -81 kg in die Klasse -90 kg anzutreten. Zuvor hatte er in Budapest in der Klasse -81 kg gewonnen und bezeichnete dies als seinen ersten Grand-Slam-Sieg in der Klasse -90 kg. Er fügte hinzu, dass er sich nun vollständig an die Kategorie angepasst fühle und ohne starken Gewichtsverlust kräftiger sei.

Rutovic verlässt Budapest dennoch mit einem weiteren wichtigen Ergebnis in einer Durchbruchssaison 2026. Der 20-jährige Serbe hatte beim Qazaqstan Barysy Grand Slam in Astana seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen und dort auch Schimidt besiegt. Später holte er Bronze beim Ulaanbaatar Grand Slam. Sein Silber in Budapest folgte auf ein weiteres enges Duell mit dem Brasilianer.

Europäische Athleten gewannen zudem beide Bronzemedaillen der Kategorie. Mihail Latisev aus Moldau eröffnete seinen Kampf gegen Astemir Abazov mit einem umgekehrten Seoi-otoshi für Yuko und fügte zwei weitere Wertungsangriffe hinzu: einen Konter für Waza-ari und einen Seoi-otoshi für ein weiteres Waza-ari.

Lachlan Moorhead aus Großbritannien sicherte sich die zweite Bronzemedaille gegen Yahor Varapayeu. Als beide Judoka zwei Shido hatten, erzielte Moorhead in der letzten Minute mit einem vorwärts angesetzten Kata-guruma die entscheidende Wertung.

Schimidt ergänzt mit dem Gold von Budapest nun eine Bilanz für 2026, zu der bereits Silber beim Qazaqstan Barysy Grand Slam und beim Qingdao Grand Prix sowie Bronze beim Tbilisi Grand Slam und beim Lima Grand Prix gehörten.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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