São Paulo gibt das Tempo vor: Para Judo startet den Weg nach LA 2028
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Der IBSA Judo Grand Prix São Paulo 2026 bot einen weiteren starken Wettkampftag im Para Judo: Im Brasilianischen Paralympischen Zentrum fand die zweite Etappe des Auftaktevents im Qualifikationszeitraum für die Paralympics 2028 in Los Angeles statt. In neun Kategorien machte das Turnier deutlich, wie tief und konkurrenzfähig das internationale Feld schon ganz am Beginn des neuen Zyklus besetzt ist.
Bevor die Kämpfe begannen, kamen Athletinnen und Athleten, Offizielle und Gäste zur Eröffnungsfeier zusammen. Die Botschaft reichte über Medaillen hinaus und stellte Inklusion, Chancen und die Rolle des Sports in den Mittelpunkt, diese Werte mit Leben zu füllen.
Zu den Anwesenden gehörten IBSA Judo Sport- und Eventdirektor Sergiu Oleinic, der Präsident des brasilianischen Blindensportverbands Helder Araújo, Generalsekretär Romário Marques, der Staatssekretär von São Paulo für die Rechte von Menschen mit Behinderungen Marcos da Costa sowie der Präsident des Judo-Verbands von São Paulo Henrique Guimarães. Oleinic lobte sowohl die Stadt als auch die Organisatoren, während Araújo die Bedeutung dieses Moments hervorhob, da die Qualifikation für Los Angeles 2028 offiziell beginnt.
Dann übernahm das Judo, und das Niveau wurde dem Anlass gerecht. Einige Kategorien wurden in Round-Robin-Gruppen entschieden, andere im K.-o.-System, doch das Leistungsniveau blieb den ganzen Tag über hoch. Insgesamt vertraten 142 Teilnehmende, 63 Frauen und 79 Männer, 29 Nationen aus allen fünf Kontinenten und zeigten damit, wie weit Para Judo inzwischen reicht.
Brasilien setzte vor heimischem Publikum erneut den größten Akzent. Arthur Cavalcante da Silva, Brenda Souza de Freitas, Wilians de Araujo und Rebeca Silva gewannen am zweiten Tag jeweils Gold und halfen dem Gastgeber damit, den zweitägigen Grand Prix mit insgesamt sechs Titeln an der Spitze des Medaillenspiegels zu beenden.
Hinter Brasilien folgten Kasachstan mit drei Goldmedaillen und die Ukraine mit zwei. Weitere Titel gingen an Usbekistan, Japan, Frankreich, Rumänien und Kirgisistan, während insgesamt 22 verschiedene Nationen bei der Veranstaltung das Podium erreichten. Diese breite Verteilung der Ergebnisse ist womöglich eines der klarsten Zeichen dafür, dass der internationale Circuit stärker und schwerer vorherzusagen wird.
Für europäische Athletinnen und Athleten gab es in São Paulo mehrere wichtige Resultate. Die Ukraine feierte zwei Goldmedaillen durch Anastasiia Harnyk in J1 Frauen +70 kg und Anzhela Havrysiuk in J1 Frauen -60 kg. Auch Frankreich stand ganz oben auf dem Podium, dank Helios Latchoumanaya, der J2 Männer -95 kg gewann.
Auch weitere europäische Podestplätze kamen hinzu. Daniel Powell aus Großbritannien holte Silber in J1 Männer -95 kg, Theodora Paschalidou aus Griechenland gewann Silber in J1 Frauen -70 kg, und Yerlan Utepov aus Kasachstan wurde Zweiter in J1 Männer +95 kg. Bronze ging außerdem an Rodrigo Suarez Garrosa aus Spanien, Daniel English aus Großbritannien und Kirsten Taylor aus Großbritannien.
Die Ukraine und Frankreich machten ihre Finalteilnahmen in São Paulo zu Gold.
Am Ende von zwei Tagen hat São Paulo dem neuen paralympischen Zyklus bereits ein kraftvolles Auftaktkapitel gegeben. Vor Ort steht nun noch eine weitere Veranstaltung an: der Fokus richtet sich auf die IBSA Judo American Championships, bei denen kontinentale Ehren vergeben werden, bevor der lange Weg nach Los Angeles 2028 weitergeht.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation