Sagi Muki beendet seine Wettkampfkarriere – ein Kapitel für Israel geht zu Ende
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Nach fast 29 Jahren auf der Matte hat Sagi Muki seinen Rücktritt vom Wettkampfjudo erklärt. In einer emotionalen Pressekonferenz erklärte der ehemalige Weltmeister, dass Familienleben und die kleinen, unwiederbringlichen Momente nun Vorrang haben und er bewusst einen Schlussstrich zieht.
Muki bleibt als erste männliche Weltmeister Israels in Erinnerung: 2019 in Tokio holte er Gold in der Kategorie bis 81 kg. Dazu kommen zwei Europameistertitel, sieben IJF World Tour-Siege und Medaillen wie Bronze beim IJF Masters in Doha 2021 sowie Erfolge bei Grand Slam und Grand Prix-Turnieren, etwa Tel Aviv und Zagreb. Die Paris-Spiele waren sein letztes Turnier und rundeten eine lange Karriere ab.
Technisch prägte Muki die Gewichtsklasse mit seinem Sode tsurikomi goshi. Unter der Anleitung von Oren Smadga entwickelte er viele Variationen und kombinierte Tempo, Überraschung und unterschiedliche Griffe. Er galt nie als Ein-Trick-Kämpfer, sondern auch als kluger Taktiker und starker Konterkämpfer.
Wichtige Rivalitäten prägten seine Laufbahn: gegen Matthias Casse hielt er eine 6:3-Bilanz, gegen Sami Chouchi gewann er fünf seiner acht Duelle, gegen Pierre Duprat lag er 2:4 zurück. Seine Freundschaft zu Saeid Mollaei wurde oft als Beispiel dafür genannt, dass Sport Grenzen überspannen kann. Für Israel endet mit Muki eine goldene Epoche, für ihn beginnt ein neues Leben abseits des Wettkampfgeschehens.