Rita Lourenços Kampf um Bronze und Pablo Fernandez Caleros Aufstieg prägen den zweiten Tag in Faro
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Der zweite Tag des Faro „Millennium Team“ Cadet European Cup 2026 brachte noch intensiveres Judo, wobei Portugals Rita Lourenço und Spaniens Pablo Fernandez Calero auf der Tatami zwei der herausragenden europäischen Geschichten schrieben. Nach einem heißen Auftakttag hielt die Veranstaltung ihr Tempo auch in acht weiteren Kategorien hoch und endete mit starken Leistungen, emotionalen Momenten und einer lebhaften Atmosphäre in Faro.
Das Sonntagsprogramm umfasste die Kategorien -57 kg, -63 kg, -70 kg und +70 kg der Mädchen sowie die Klassen -73 kg, -81 kg, -90 kg und +90 kg der Jungen. Die höheren Gewichtsklassen bremsten den Wettkampf keineswegs.
Italien war am ersten Tag die dominierende Mannschaft gewesen, doch am zweiten Tag änderte sich das Bild. Das italienische Team brachte nur eine Athletin in ein Finale, in der Frauenkategorie +70 kg.
Brasilien wurde zur sichtbarsten Kraft in den Medaillenkämpfen, mit vier Finalistinnen in den Frauenwettbewerben und einem Finalisten bei den Männern. Auch Spanien setzte ein starkes Zeichen und schickte drei männliche Finalisten und eine Finalistin in die Kämpfe um Gold.
Für das Heimpublikum zeigte Rita Lourenço in der Kategorie -57 kg eine der denkwürdigsten Leistungen des Tages. Ihr Weg Richtung Titel endete im Viertelfinale gegen Brasiliens Gabriela Pereira, die später Gold gewann, doch Lourenço ließ sich von dieser Niederlage nicht den Tag bestimmen.
Sie rutschte in die Hoffnungsrunde und reagierte mit großer Ruhe, indem sie zwei französische Gegnerinnen besiegte und sich Bronze sicherte. Es war ein Medaillenlauf, der genau zeigte, wie sehr Judo neben körperlichen Fähigkeiten auch von mentaler Stärke abhängt.
Lourenço sagte, dass es entscheidend sei, sich mental selbst zu überwinden, um nach einer Niederlage weiter zu punkten und dennoch das Podium zu erreichen. Sie machte auch deutlich, dass die Medaille nicht ihr allein gehöre, sondern das Ergebnis gemeinsamer Arbeit mit vielen Menschen in Trainingslagern und in ihrem Verein sei.
Rita Lourenço verwandelte eine Viertelfinalniederlage in eine Bronzemedaille für Portugal.
Sichtlich bewegt von der Unterstützung um sie herum dankte Lourenço auch allen, die den ganzen Tag hinter ihr standen. Es war ein persönlicher Moment, der zur Energie in der Halle passte.
Im Männerwettbewerb übernahm Spaniens Pablo Fernandez Calero die Kontrolle in der Kategorie -90 kg und beendete den Tag ganz oben. Sein Weg begann nicht reibungslos, doch sein Judo wurde von Kampf zu Kampf besser, bis er im Halbfinale und im Finale in Bestform wirkte.
Fernandez Calero gab zu, dass er schlecht gestartet sei und sich in seinen ersten Kämpfen nicht wohlgefühlt habe, wobei besonders der Auftaktkampf lang und schwierig gewesen sei. Doch im Verlauf des Tages fand er sein Timing und seinen Rhythmus, und diese Veränderung trug ihn bis zum Sieg.
Seinen Ansatz fasste er einfach zusammen: trainieren, trainieren und trainieren, kämpfen und weitermachen, bis der Sieg kommt. Er sprach auch offen über seine Ambitionen für die Saison und sagte, er hoffe, die Cadet Europeans und die Weltmeisterschaften zu erreichen und dort um eine Medaille zu kämpfen.
Pablo Fernandez Calero steigerte sich im Verlauf des Tages und holte am Ende Gold in der Klasse -90 kg.
Die Veranstaltung in Faro wechselt nun vom Wettkampf in ein dreitägiges Trainingslager, in dem Athletinnen und Athleten aus ganz Europa und darüber hinaus weiterhin die Tatami teilen werden. Nach hochklassigen Kämpfen und starken Emotionen an beiden Tagen verabschiedete sich Faro in passendem Stil aus diesem Teil des Kadetten-Zirkus.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union