Rijeka wird 2027 Europas Kata-Gemeinschaft empfangen
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Die letzten Momente der European Judo Championships Kata Sarajevo 2026 standen nicht nur im Zeichen des Abschieds. Sie wiesen auch klar auf das hin, was als Nächstes kommt, als Rijeka in Kroatien als Austragungsstadt der Ausgabe 2027 bestätigt wurde.
Während der offiziellen Flaggenübergabe im Hotel Hills nahm Dr. Sanda Čorak, Präsidentin des Kroatischen Judo-Verbandes, die Flagge der Europäischen Judo-Union entgegen. Es war ein symbolischer Moment, aber auch einer mit echtem Gewicht für das kroatische Judo, als sich die Aufmerksamkeit von Sarajevo auf das nächste kontinentale Treffen verlagerte.
An der Zeremonie nahmen auch Dr. Tóth László, Präsident der Europäischen Judo-Union, und Branislav Crnogorac, Präsident des Verbandes von Bosnien und Herzegowina, teil. Die Übergabe bildete einen emotionalen Schlusspunkt einer Meisterschaft, die nach der Atmosphäre der Veranstaltung und den Stimmen rundherum den wachsenden Stellenwert der Kata im europäischen Judo unterstrich.
Für Dr. Čorak ist dieses Wachstum nicht zu übersehen. Sie hob die starke Beteiligung in diesem Jahr hervor und sagte, dass die Zahlen weiter steigen. Dieses Gefühl beschränkt sich zudem nicht auf eine einzelne Veranstaltung, denn das Interesse an Kata in Kroatien scheint stetig zuzunehmen.
Als ein Beispiel nannte sie eine bevorstehende nationale Schwarzgurtprüfung in Zagreb. Zum ersten Mal werden in Kroatien an einem einzigen Tag voraussichtlich 100 Teilnehmende zu einer Schwarzgurtprüfung antreten, eine Zahl, die sie als bedeutend bezeichnete.
Für Kroatien fühlte sich die Übergabe zugleich wie eine Belohnung und wie ein Versprechen an.
Der Kroatische Judo-Verband sieht auch neuere katabezogene Formate als Teil dieser Dynamik. ENBU-Teamwettbewerbe wurden als Möglichkeit genannt, jüngeren Judoka eine andere Seite des Sports zu zeigen, die auf Präzision, Zusammenarbeit und Verständnis beruht und nicht nur auf Wettkampfergebnissen.
Diese breitere Botschaft ist Dr. Čorak wichtig. Sie hofft, dass das Interesse nicht nur innerhalb der bestehenden Judo-Gemeinschaft weiter wächst, sondern auch darüber hinaus. Ihrer Ansicht nach hilft Kata zu zeigen, dass Judo für alle offen ist.
Die Wahl von Rijeka hat zudem eine tiefere nationale Bedeutung. Kroatien verfügt bereits über etablierte Austragungsorte wie Zagreb und Poreč, doch der Verband hat sich klar darum bemüht, große Veranstaltungen auf verschiedene Teile des Landes zu verteilen. Dieser Ansatz umfasst nun Dubrovnik, Split, Poreč und Rijeka, mit dem Ziel, Judo auf höchstem Niveau näher an die lokalen Gemeinschaften zu bringen.
Es gibt auch eine enge Verbindung zu Slaviša Bradić, dem EJU Head Kata Commissioner, dessen Arbeit für Kata in Kroatien und international von Dr. Čorak herzlich gewürdigt wurde. Sie merkte an, dass Rijeka für einige der größten Meisterschaften vielleicht nicht die naheliegende Wahl sei, für Kata jedoch hervorragend passe.
Kroatien hat sich einen Ruf dafür erarbeitet, internationale Judo-Veranstaltungen erfolgreich auszurichten, und die Erfahrung des Landes wird nun erneut auf der Kata-Bühne gefragt sein. Nach der Ausrichtung der Senioren-Europameisterschaften 2024 wirkt die Begrüßung einer weiteren kontinentalen Veranstaltung bereits bedeutsam. Doch dieses Mal kommt noch eine zusätzliche Ebene hinzu.
Für den kroatischen Verband sind die Meisterschaften 2027 auch eine Gelegenheit, die Menschen daran zu erinnern, was Judo wirklich ist. Nicht nur Kampf, sondern auch Form, Timing, Disziplin und gemeinsames Verständnis.
In Rijeka wird Kata die Hauptrolle übernehmen.
Deshalb war diese Übergabe so wichtig. Es ging nicht nur darum, dass eine Flagge den Besitzer wechselte. Es ging um eine wachsende Disziplin, ein Gastgeberland, das bereit ist, sie zu präsentieren, und eine Stadt, die sich auf ihren Moment im europäischen Judo vorbereitet.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union