Riga Junior European Cup: Deutschlands Goldserie setzt das Zeichen, Schweden legt nach
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Riga war am Wochenende eine echte Härtprobe für den Nachwuchs: 242 Juniorinnen und Junioren aus 27 Nationen standen auf der Matte. Auch wenn die Gastgeber diesmal ohne Medaille blieben, war die Stimmung international und die Leistungsdichte spürbar. Am Sonntag gab es in den Finals sieben unterschiedliche Sieg-Nationen – ein klares Signal, wie offen diese Gewichtsklassen inzwischen sind.
Drei Titel machten Deutschland zum Team, an dem niemand vorbeikam.
Deutschlands Startschuss kam im -66-kg-Limit: Florian Boecker setzte sich im Finale gegen Radu Izvoreanu (Moldau) durch. Dazu gab es weiteres Edelmetall durch Martin Setz, der Bronze holte – gemeinsam mit Dani Klacar aus Kroatien. Später legte Deutschland in -100 kg nach, als Jannis Baschin den Niederländer Giel Dol im Finale bezwang; Lars Vissers (Niederlande) und Jakob Vares (Estland) komplettierten hier das Podium.
Den dritten deutschen Titel lieferte Eva Ronja Buddenkotte in -70 kg. Sie gewann das Finale gegen Valerie Tombou aus Belgien, während Nele Noack (Deutschland) und Jana Cvjetko (Kroatien) Bronze mitnahmen. Auch in -48 kg war Deutschland präsent: Helena Grau sicherte sich dort Bronze.
Schweden ging mit zwei Männer-Goldmedaillen aus Riga.
Schweden glänzte besonders in den stark besetzten Männerklassen: In -73 kg, dem größten Feld mit 40 Startern, gewann Narek Vardanian gegen Vlad Mitru (Moldau). In -81 kg folgte Alexander Marlov mit Gold nach einem Finalsieg über Anton Klymenko (Ukraine). Ukraine blieb insgesamt konstant: Denys Tupytskyi gewann -60 kg gegen Serhii Kim, und Fedir Yaroshenko holte Gold im Schwergewicht.
Bei den Frauen teilten sich mehrere europäische Teams die Spitzenplätze: Wiktoria Slazok brachte Polen Gold in -48 kg, Monica Martinez de Rituerto Morillas führte Spanien in -52 kg an, Kroatiens Nina Cvjetko siegte in -63 kg. Großbritannien setzte mit Nicole Wood in -78 kg ein starkes Ausrufezeichen, Belgien gewann +78 kg durch Gabrielle Bouvier. Unterm Strich war es ein Wochenende, das vor allem Europas Breite im Junioren-Judo unterstrich.
Quelle: JudoInside