Resko and Kazacenko Take Silver in New Ne-waza Challenge - Image: EJU / European Judo Union

Resko und Kazacenko gewinnen Silber bei neuer Ne-waza-Challenge

Der lettische Trainer Viktors Resko und seine Athletin Evelina Kazacenko traten bei einer anderen Art von Judo-Wettkampf an: einem Wettbewerb, der vollständig auf Ne-waza ausgerichtet war. Kazacenko gewann bei der ersten Ausgabe der Veranstaltung die Silbermedaille und belegte den zweiten Platz.

Für Resko war nicht der Bodenkampf selbst ungewohnt. Ne-waza ist bereits ein etablierter Teil des Judo, doch bei diesem Wettbewerb stand es in jedem Kampf im Mittelpunkt, anstatt dass die Begegnungen in der Standphase begannen.

Das brachte neue Herausforderungen für das Coaching mit sich. Resko erklärte, dass es Regeldetails gab, die sein Team erst gegen Ende der Veranstaltung vollständig verstand, sodass es schwierig war, den Athletinnen und Athleten Ratschläge zu geben, ohne einen Fehler zu riskieren. Kazacenko hatte jedoch selbst an den Seminaren teilgenommen und kam gut auf die neue Disziplin vorbereitet an.

Ein Wettbewerb nur am Boden verlangte sowohl von der Athletin als auch vom Trainer einen anderen Ansatz.

Die Veränderung spiegelte sich auch im Training wider. Resko sagte, dass Aufwärmen und Abkühlen weitgehend gleich blieben, während sich der Hauptteil jeder Einheit stärker auf die Bodenarbeit verlagerte. Das Team verbrachte mehr Zeit mit Shime-waza, Kansetsu-waza und Haltegriffen, anstatt aus einem Angriff im Stand in das Ne-waza überzugehen.

Im herkömmlichen Judo beginnen Athletinnen und Athleten üblicherweise im Stand, bevor sich nach einem Wurf oder Takedown die Bodenarbeit entwickelt. Bei dieser Veranstaltung agierten die Teilnehmenden bereits aus einer Ne-waza-Position heraus, was einen anderen Rhythmus und eine neue Prüfung der Entscheidungsfindung schuf.

Kazacenko stand zusätzlich unter Druck, da sie erstmals in einer neuen Disziplin antrat. Resko beschrieb die Erfahrung für die junge Athletin als nervenaufreibender, sagte jedoch, dass sie die Herausforderung auf ihrem Weg aufs Podium gut meisterte.

Resko achtete auch darauf, den breiteren Einsatz des Vereins anzuerkennen. Während Kazacenko die Medaille gewann, traten auch andere Athletinnen und Athleten des Vereins an, und er wollte nicht, dass ihre Teilnahme übersehen wurde.

Der Trainer war zudem an der Organisation der Veranstaltung beteiligt, was ihm eine weitere Perspektive auf deren erste Ausgabe gab. Im Vergleich zu regulären Judo-Wettkämpfen empfand er die Atmosphäre als ruhiger und sagte, dass die Veranstaltung reibungslos verlief. Während die schwereren Gewichtsklassen noch für Sonntag, den 30. August, angesetzt waren, hatte das neue Ne-waza-Format für Kazacenko und ihr lettisches Team bereits ein ermutigendes Ergebnis gebracht.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Zurück zum Blog