Heimdruck, große Namen und offene Rennen: Tag 2 in Tbilisi wird zum Härtetest
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Am 17. April rückt bei den Europameisterschaften in Tbilisi ein Tag in den Fokus, der kaum Luft zum Durchatmen lässt: Frauen U57kg, Frauen U63kg und Männer U73kg. In allen drei Klassen treffen Weltklasse, Olympiamedaillengewinner und echte Rivalitäten aufeinander. Dazu kommt in Georgien der besondere Mix aus Heimvorteil und Erwartung.
Im Frauen-U57kg-Feld (34 Athletinnen) trägt Eteri Liparteliani die größte Aufmerksamkeit. Als erste weibliche Weltmeisterin Georgiens steht sie in der eigenen Halle unter Zugzwang, aber auch vor einer seltenen Chance. Ihre Sammlung an Europatiteln auf Cadet-, Junior- und U23-Niveau ist komplett, doch der individuelle Seniorinnen-Titel fehlt noch, nachdem sie 2025 Zweite wurde.
Für Liparteliani geht es um den letzten fehlenden Baustein im europäischen Titelset.
Leicht wird der Weg nicht: Sarah-Léonie Cysique gilt weiterhin als harte Gegnerin, mit klarer Bilanz im direkten Vergleich, auch wenn Liparteliani das letzte Duell gewann. Timna Nelson-Levy bringt zusätzlich Gewicht in die Kategorie, gestützt von ihrer Form und dem Sieg beim Tbilisi Grand Slam in diesem Jahr. Mit Rückkehrerinnen wie Veronica Toniolo und Martha Fawaz bleibt das Rennen trotz Heimfokus offen.
In der Frauenklasse U63kg (23 Starterinnen) wirkt fast alles möglich. Joanne van Lieshout geht als topgesetzte Weltmeisterin hinein, doch mit Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Laura Fazliu und Titelverteidigerin Renata Zachová steht sofort Widerstand bereit. Dass ihre Head-to-Head-Ergebnisse sich gegenseitig „aufheben“, macht frühe Überraschungen wahrscheinlicher, zumal Zachová ungesetzt startet.
Im Männer-U73kg-Feld (41 Teilnehmer) steht pure Starpower: Das komplette Olympia-Podium von Paris 2024 ist dabei – Hidayat Heydarov, Joan-Benjamin Gaba und Adil Osmanov. Für Georgien bleibt Lasha Shavdatuashvili der emotionale Fixpunkt: mit kompletter Olympia-Medaillensammlung und nun seinem 14. EM-Auftritt. Dazu kommen Titelverteidiger Danil Lavrentev, der bereits gezeigt hat, dass er auch die ganz Großen fordern kann, sowie Akil Gjakova und Manuel Lombardo als gefährliche Faktoren an jedem guten Tag.
Quelle: JudoInside