Polens Junioren glänzen in Poznań – Tomankova meldet sich mit Gold zurück
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Poznań war am zweiten Wettkampftag des Junior European Cup 2026 wieder fest in europäischer Hand – und Polen zeigte als Gastgeber einmal mehr, warum das Team hier als Maßstab gilt. Mit zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen baute die Mannschaft ihre starke Ausbeute weiter aus und präsentierte eine beeindruckende Breite über mehrere Gewichtsklassen hinweg.
In der Klasse -48 kg setzte es früh Grund zur Freude aus polnischer Sicht: Sandra Walendzik und Natasza Potok kämpften sich jeweils zu Bronze. Ganz oben stand aber eine Athletin aus der Slowakei: Patricia Tomankova holte Gold mit einem ruhigen, kontrollierten Turnierauftritt. Sie sprach danach offen darüber, wie viel ihr dieser Sieg bedeutet, nachdem sie zuletzt bei zwei Turnieren verloren hatte und nun das Gefühl hatte, dass ihr Selbstvertrauen zurück ist.
Tomankovas Gold fühlte sich wie ein Neustart an.
Auch in -57 kg blieb Polen auf dem Podium präsent. Emilia Bielawska und Marika Moś sicherten sich Bronze, beide mit konzentrierten, taktisch sauberen Kämpfen, die bis zum Ende hielten.
Ein weiteres Highlight für die Gastgeber folgte in -81 kg: Szymon Brzuszczyński marschierte souverän ins Finale und nahm am Ende Silber mit. In den schweren Kategorien legte Polen nach: Mateusz Wacko gewann Bronze in -100 kg, und in +100 kg gab es sogar ein Doppelpodium mit Bronze für Anton Khavhatryan sowie Silber für Daniel Chmielewski.
Für einen der dramatischsten Momente sorgte Litauen in -90 kg. Tajus Baibaicenko holte Gold in den letzten Sekunden, als beide Kämpfer sichtbar erschöpft waren. Er erklärte, dass er mit einer im Training oft geübten Aktion den Gegner überraschte und noch einen Yuko setzte. Seoi-nage, darunter auch ippon seoi-nage, bleibt dabei sein Kernstück – doch er betonte auch, wie wichtig Vielseitigkeit in dieser starken Gewichtsklasse ist.
Nach dem Turnier bleibt die europäische Nachwuchsszene in Bewegung: In Poznań folgt ein dreitägiges Trainingscamp, bevor der nächste European Junior Cup am 11.–12. April in Lignano ansteht.
Quelle: EJU_News