Minkada-Caquineau erfüllt ihre Mission in Podgorica
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Leonie Minkada-Caquineau aus Frankreich verwandelte die Enttäuschung bei der Junioren-EM im Vorjahr in Gold über 78 kg in Podgorica. Nach Silber 2025 kehrte die französische Judoka 2026 mit einem klaren Ziel zurück – und stand am Ende ganz oben auf dem Podium.
Das Feld mit 15 Athletinnen umfasste mehrere aufstrebende Schwergewichtlerinnen, doch Minkada-Caquineau reiste als Weltranglistensechste mit einer bereits bemerkenswerten Bilanz aus Kadetten-, Juniorinnen- und Seniorinnenwettkämpfen an. Zu ihren jüngsten Ergebnissen zählten Silber beim Grand Prix Zagreb 2025 und Rang fünf beim Grand Prix Oberösterreich dieser Saison in Linz.
Auch ihre Erfolge bei den Juniorinnen unterstrichen die hohen Erwartungen. Minkada-Caquineau brachte WM-Bronze der Juniorinnen aus Lima 2025, EM-Silber der Juniorinnen aus Bratislava 2025, WM-Silber der Kadettinnen und einen EM-Titel der Kadettinnen zum Wettbewerb in Montenegro mit.
Dem Druck begegnete sie mit souveränen Siegen gegen Coulibaly Toure aus Spanien und Kira Safonova aus Russland und sicherte sich damit erneut einen Platz in einem Junioren-EM-Finale. Dieses Mal ging das Ergebnis jedoch einen Schritt weiter als im Jahr zuvor.
Minkada-Caquineau machte aus Silber 2025 Gold bei der Junioren-EM.
Deutschlands Peppa Ploehnert setzte sich in der anderen Hälfte der Auslosung durch und kämpfte um den Titel. Zwar hatte Ploehnert vor Podgorica weniger bedeutende Medaillen gewonnen, doch ihre Form 2026 war stark, mit Gold beim Junioren-Europacup in Berlin und Silber in Skopje.
Das Finale erneuerte zudem eine vertraute Rivalität. Minkada-Caquineau führte im direkten Vergleich mit 2:0 gegen Ploehnert, nachdem sie die Deutsche Anfang 2026 in Graz und zuvor 2022 während ihrer Kadettenzeit in Teplice besiegt hatte. In Podgorica fügte die französische Judoka ihrer zunehmend beeindruckenden Sammlung den Junioren-EM-Titel über 78 kg hinzu.
Für Minkada-Caquineau war es eine abgeklärte Antwort auf die Erwartungen und ein großer Schritt nach der Silbermedaille des Vorjahres. Für Ploehnert setzte die Teilnahme am Goldmedaillenkampf eine vielversprechende Saison im deutschen Junioren-Judo fort.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union