Matuznyi gives Berlin its gold spark as Europeans shine on day two - Image: EJU / European Judo Union

Matuznyi liefert Berlin den goldenen Moment, Europa setzt starke Zeichen

Am zweiten Wettkampftag des Cadet European Cup in Berlin bekam das Heimteam doch noch seinen großen Moment. Deutschland holte einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze und beendete das Turnier auf Rang fünf im Medaillenspiegel. Die stärkste Nation war Usbekistan vor Frankreich und Aserbaidschan, doch aus deutscher Sicht blieb vor allem ein Name hängen: Dmytro Matuznyi.

Im Finale der -73-kg-Klasse traf der Deutsche auf Sadig Mammadov aus Aserbaidschan. Beide kannten das Gefühl einer Finalniederlage auf European-Cup-Niveau in diesem Jahr bereits, und genau das war dem Kampf anzumerken. Matuznyi ging zunächst mit yuko nach Seoi-nage in Führung, Mammadov glich mit yoko-sumi-gaeshi aus, bevor der Deutsche mit O-uchi-gari den entscheidenden Treffer setzte und Deutschland das einzige Gold des Turniers bescherte.

Berlin wartete auf Gold, und Matuznyi lieferte.

Auch in den Vorrunden überzeugte Matuznyi. Laut Veranstalter gewann er vier Kämpfe mit juji-gatame, darunter auch gegen den Weltranglistenersten Adam Rusnak aus Tschechien. Nach Silber in Teplice war der Erfolg in Berlin ein weiterer deutlicher Schritt nach vorn für den 17-Jährigen.

Auch andere europäische Judoka setzten starke Akzente. Tajus Babaicenko aus Litauen sorgte in der -90-kg-Klasse für den eindrucksvollsten Auftritt des Tages, als er Omar Akhundov aus Aserbaidschan in weniger als 27 Sekunden mit sumi-gaeshi zu Ippon warf. Für den Berliner Titelverteidiger war es bereits der vierte European-Cup-Sieg des Jahres 2026.

Melichar Skoda aus Tschechien gewann die Klasse über 90 kg gegen Aleksandrs Apsalons aus Lettland. Ein yuko nach Seoi-nage etwa eine Minute vor Schluss brachte ihn in Vorteil, ehe er den Kampf in der letzten Sekunde mit einem Würgegriff absicherte. Es war sein drittes Gold des Jahres.

Bei den Frauen holte Frankreich zwei Titel durch Norah Gosset und Therese-Grace Sassa-Tatukila, Italien jubelte dank Valeria Giordano über Gold in der -63-kg-Klasse. Für Deutschland blieb Katharina Narrain im -57-kg-Finale nur Silber, nachdem Zuhra Alimova aus Usbekistan zuerst mit Uchi-mata punktete und den Kampf anschließend am Boden entschied.

Berlin hatte viele Siegerinnen und Sieger. Doch für das Heimteam war es dieser eine finale Durchbruch, der den Sonntag besonders machte.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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