Maria Karagiannopoulou bringt Olympische Erfahrung zu Europas Judo-Kindern
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Maria Karagiannopoulou hat den Leistungssport längst hinter sich gelassen, doch ihr Einfluss im Judo wächst weiter. Die Griechin war zweimal Olympiateilnehmerin, kämpfte bei sieben Weltmeisterschaften der Senioren und sammelte über viele Jahre Erfahrung auf höchstem Niveau. Besonders prägend blieb ihr der olympische Auftritt in Athen 2004, zwölf Jahre nach ihrem ersten Start in Barcelona.
Damals lief für sie nicht alles glücklich. In der zweiten Runde traf sie auf Ryoko Tani, eine der größten Namen der Sportart, und musste danach den langen Weg über die Hoffnungsrunde gehen. Am Ende erreichte Karagiannopoulou Platz fünf, nachdem Julia Matijass im Kampf um Bronze erfolgreich war.
Gerade dieses Ergebnis scheint ihre Bindung an die Werte des Judo noch verstärkt zu haben. Heute leitet sie ein Judo-Programm an der Tigers Academy Athens und setzt ihren Schwerpunkt darauf, Kindern durch den Sport bessere Möglichkeiten zu eröffnen. Nicht Medaillen stehen dabei im Vordergrund, sondern Entwicklung, Respekt und gemeinsames Lernen.
Bei den Europameisterschaften 2026 in Tbilisi war das deutlich zu sehen. Karagiannopoulou reiste mit einer rund 40-köpfigen Gruppe aus Griechenland an, überwiegend Kinder, die am EJU Kids Camp teilnahmen. Für die jungen Judoka gab es Trainingseinheiten mit Gevrise Emane und Varlam Liparteliani sowie direkte Eindrücke von den Wettkämpfen im Olympic Palace.
Aus Griechenland kam eine große Kindergruppe nach Tbilisi.
Neben dem Sport ging es auch um Begegnungen zwischen Nationen. Kinder aus der Ukraine, Griechenland, Armenien, Rumänien und Georgien kamen zusammen, trainierten miteinander und erlebten, wie Judo sprachliche Grenzen überwindet. Karagiannopoulou betonte in Tbilisi, dass genau daraus schon in jungen Jahren Freundschaft und Verständnis entstehen.
Auch der Kontakt zu großen Namen machte Eindruck. Nach ihren Erfahrungen im Vorjahr in Montenegro spürten die Kinder laut Karagiannopoulou erneut, wie nah Spitzenjudo sein kann, wenn man Athletinnen und Athleten direkt erlebt. Für die griechische Trainerin ist genau das der Kern solcher Reisen: Inspiration, die bleibt, wenn das Turnier längst vorbei ist.
Quelle: EJU_News