Marek-Adrian Mäsak Lifts Estonia as Tallinn Closes with Home Joy - Image: EJU / European Judo Union

Marek-Adrian Mäsak trägt Estland beim Tallinn-Abschluss zum Heimjubel

Marek-Adrian Mäsak war am Schlusstag der Tallinn European Open 2026 der prägende Name und holte das Schwergewichts-Gold, auf das die heimischen Fans gehofft hatten. Der estnische Judoka in der Klasse über 100 kg vollendete seine Aufgabe in Tallinn und half dem Gastgeberland damit auf Rang zwei der Gesamt-Medaillentabelle.

Die Stimmung baute sich schon früh am Tag auf, und Estland gab seinen Unterstützern viel zu feiern. Heimische Athleten erreichten in jeder Männer-Gewichtsklasse mindestens die Hoffnungsrunde, und vier Esten zogen in den Finalblock ein. In einem Turnier, in dem der Druck mit jeder Runde steigen kann, gab diese Konstanz dem lokalen Publikum echten Rückenwind.

Mäsak stand dabei im Mittelpunkt. Nach seiner schwierigen Erstrundenniederlage bei den jüngsten Europameisterschaften in Tiflis reiste er mit einer anderen Einstellung nach Tallinn. Er sagte, die Niederlage habe ihm gezeigt, dass selbst ein kurzes Turnier wichtige Lehren bereithalten kann, und diesmal betrat er die Tatami mit einem positiveren Ansatz und der Entschlossenheit, sein Maximum zu geben.

Dieser mentale Neustart machte einen Unterschied. Mäsak räumte ein, dass die Anspannung von den frühen Runden über Viertelfinale und Halbfinale bis ins Finale ganz natürlich zunimmt, doch er versuchte, diesen Druck zu seinem Vorteil zu nutzen. Das Ergebnis war die Goldmedaille im Schwergewicht der Männer und einer der prägenden Auftritte des Turniers.

Tallinn bescherte Estland damit genau den Abschluss, von dem jedes Heimpublikum träumt.

Es gab noch eine weitere wichtige estnische Geschichte. Nachwuchsathlet Kirill Komin erreichte in der Klasse bis 90 kg zum ersten Mal in seiner Karriere den Finalblock eines Seniorenturniers. Nach einem intensiven Kampf gegen Segev Ben Haroch aus Israel wurde er am Ende Fünfter, doch das Resultat markierte trotzdem einen bedeutenden Schritt nach vorn.

Trainer Vladimir Stepanjan hatte einen fordernden Tag und betreute sechs Athleten, darunter Mäsak und Komin. Er sagte, das Management so vieler Kämpfer habe verlangt, den Fokus ständig von einer Gewichtsklasse zur nächsten zu verlagern, und er zeigte sich zufrieden, dass drei seiner Athleten den Finalblock erreichten und bis zum Ende konkurrenzfähig blieben.

Das Event hob auch starke europäische Leistungen jenseits des Gastgeberteams hervor. Lettland gelang ein glänzendes Doppel-Gold durch Anastasija Sokirjanska in der Klasse bis 57 kg und Maksims Duinovs in der Klasse bis 100 kg und belegte damit gemeinsam mit Bahrain Rang drei der Gesamtwertung. Italien führte den Medaillenspiegel mit zwei Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen an und unterstrich damit seine Stärke über beide Wettkampftage hinweg.

Auch Frankreich und Polen setzten am zweiten Tag sichtbare Akzente. Frankreichs Emma Melis erreichte in der Klasse bis 57 kg den Bronzekampf, in dem Polens Julia Bulanda Bronze gewann. Frankreich beendete das Turnier mit einer Gold- und drei Bronzemedaillen auf Gesamtrang sechs, Polen wurde Elfter mit drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Eine der herzlichsten Szenen gab es im Bronzekampf der Klasse bis 90 kg, als Finnlands Artur Kanevets seinem Gegner direkt nach seinem Sieg wieder auf die Beine half. Es war nur ein kleiner Moment, fing aber einen großen Teil des Judo-Geistes ein.

Tallinn zeigte auch seine internationale Anziehungskraft: Athleten reisten unter anderem aus Kanada, den USA, Hongkong, Bahrain und dem Libanon an. Doch an diesem Schlusstag gehörte die lauteste Emotion dem Gastgeberland.

Für Estland und besonders für Marek-Adrian Mäsak war das mehr als nur ein starkes Ergebnis. Es fühlte sich an wie der Beweis, dass Lehren aus einer Niederlage sich auf heimischer Tatami in etwas viel Größeres verwandeln können.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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