Malta Hosts Major IJF Academy Step for Judo-Based Self-Defence Education - Image: EJU / European Judo Union

Malta ist Gastgeber eines wichtigen IJF-Academy-Schritts für Judo-basierte Selbstverteidigungsbildung

Die Malta Judo Academy wurde zum Schauplatz eines wichtigen Moments für die Judo-Ausbildung, als internationale Teilnehmende zum IJF Academy Judo for Self Defence Instructor Course zusammenkamen. Die Praxiseinheit lief vom 2. bis 4. Juli und war die 147. praktische Einheit der IJF Academy, die seit 2013 weltweit durchgeführt wurde.

Die Veranstaltung brachte 26 hochrangige Teilnehmende aus aller Welt zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Hongkong, Kanada, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Europa. Eröffnet wurde sie in Anwesenheit führender Persönlichkeiten aus Sport und Bildung, darunter Maltas Minister für Bildung und Sport, Dr Byron Camilleri, der Präsident der Malta Judo Federation, Envic Galea, und die IJF-Generalsekretärin Dr Lisa Allan.

Im Mittelpunkt des Kurses stand ein klares Ziel: qualifizierte Judoka darauf vorzubereiten, Judo-basierte Selbstverteidigung sicher, strukturiert und schrittweise zu vermitteln. Das Programm konzentrierte sich darauf, wie Lehrkräfte Techniken erklären, demonstrieren, anleiten und bewerten, die auf zentralen Judo-Prinzipien wie Gleichgewicht, Hebelwirkung, Körperbewegung, Kontrolle, Distanzmanagement und Situationsbewusstsein aufbauen.

Über drei aufeinander aufbauende Stufen arbeiteten die Teilnehmenden ein Curriculum mit 129 Techniken durch. Die Grundstufe konzentrierte sich auf Tai-sabaki, Ukemi, Griffbefreiungen und Kick-Abwehr. Danach ging der Kurs in technisch anspruchsvollere Bereiche über, darunter Wurfvorbereitung, Armhebel, Würgetechniken und kontrollierte Schlagbewegungen, bevor er fortgeschrittene Szenarien mit Schlägen, Schwitzkasten und Waffenbedrohungen unter strengen Sicherheitsregeln erreichte.

Die Einheit in Malta zeigte, wie Judo-Prinzipien weit über den Wettkampf hinaus angewendet werden können.

Auch das Instruktionsteam verlieh dem Kurs besonderes Gewicht. Geleitet wurde das Training von IJF-Instruktoren und Weltklasse-Champions: Florin Daniel Lascau aus Rumänien, Daniela Krukower aus Argentinien und Tina Trstenjak aus Slowenien.

Zugleich gab es in Malta eine starke europäische Komponente. Vier EJU-Funktionsträgerinnen und -Funktionsträger schlossen die Zertifizierung ab: EJU-Vizepräsidentin für Bildung Kristiina Pekkola, EJU-Sportdirektor Alessandro Comi, EJU Education Vice President Assistance Denisa Deliu und European Judo Hero Larissa Cerić. Ihre erfolgreiche Teilnahme unterstrich den fortgesetzten Einsatz der EJU, innerhalb des Sports ernsthafte Bildungswege aufzubauen.

Pekkolas Rückblick brachte die tiefere Botschaft des Programms auf den Punkt. Sie sagte, Selbstverteidigung im Judo bedeute nicht, jemanden zu überwältigen, sondern eine ruhige und disziplinierte Version seiner selbst zu entdecken. Sie betonte außerdem, dass die Haltung, Gewalt zu vermeiden und eine gewaltsame Situation unter Kontrolle zu bringen, im Zentrum dieser Lehre stehe.

Mit Bezug auf Jigoro Kanos Prinzip Seiryoku-Zenyo verband Pekkola den Kurs mit dem breiteren Bildungsauftrag des Judo. Für sie beginnt Selbstverteidigung vor dem Konflikt: in Disziplin, Charakter und verantwortungsbewusstem Verhalten. Diese Botschaft gab der Einheit in Malta eine Bedeutung, die über die technische Zertifizierung hinausging.

Durch die Verbindung traditioneller Werte mit einer modernen Lehrstruktur zeigte der IJF-Academy-Kurs in Malta, wie sich Judo neben der Matte ebenso weiterentwickelt wie auf ihr. Respekt, Selbstkontrolle, Verantwortung und Jita-Kyoei blieben zentral, während die praktische Anwendung des Judo in einen Bereich mit klarer Relevanz für heutige Lehrkräfte und jüngere Generationen rückte.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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