Lytvynenko Finishes Strong as Tcheumeo’s Deep Run Shapes the -78 kg Story - Image: IJF / International Judo Federation

Lytvynenko setzt starkes Ausrufezeichen, während Tcheumeos tiefer Lauf die Geschichte der -78-kg-Klasse prägt

Yelyzaveta Lytvynenko aus den VAE gewann in Ulaanbaatar Gold in der Klasse bis 78 kg und beendete damit einen dramatischen Wettkampftag, der auch Audrey Tcheumeos bemerkenswerte Beständigkeit im Spitzen-Judo hervorhob. Bei einem stark besetzten Feld auf der Tatami sorgte diese Kategorie schon lange vor dem Finale für Überraschungen.

An der Spitze des Draws ging Anna Monta Olek aus Deutschland als klare Favoritin an den Start. Die Weltranglistenerste und Vizeweltmeisterin von 2025 eröffnete mit einem Sieg gegen Alexandra Riabchenko und wirkte bereit, diesen Abschnitt zu kontrollieren. Dann folgte einer der prägenden Momente des Tages.

Audrey Tcheumeo aus Frankreich, die mit 36 Jahren noch immer auf höchstem Niveau kämpft, setzte mit ihrem Sieg gegen Olek ein deutliches Zeichen. Es war eine Leistung, die alle daran erinnerte, warum Tcheumeo in dieser Gewichtsklasse weiterhin eine so wichtige Figur ist. Ihre Karriere ist bereits voller Medaillen und Titel, doch dieser Lauf zeigte, dass Erfahrung selbst ein noch so stark besetztes Draw durcheinanderbringen kann.

Tcheumeo hielt den Schwung aufrecht und besiegte Yael van Heemst aus den Niederlanden, um ein weiteres Grand-Slam-Finale zu erreichen. In einer Kategorie voller Anwärterinnen war das eine herausragende Antwort der französischen Veteranin.

Audrey Tcheumeo stellte die obere Hälfte mit einem großen Sieg komplett auf den Kopf.

In der unteren Hälfte kam Lytvynenko deutlich ruhiger durch das Feld. Die Judoka aus den VAE erreichte das Finale, ohne jemals ernsthaft in Bedrängnis zu geraten, und sorgte so für das Duell zwischen der konstantesten Athletin des Tages und einer seiner größten Geschichten.

Das Finale begann als physischer Kampf. In einem Übergang am Boden arbeitete Lytvynenko geduldig daran, die Kontrolle zu übernehmen und ihr Bein zu befreien. Tcheumeo versuchte standzuhalten, doch der Druck von Lytvynenko war entscheidend. Die Festhalte wurde zum Ippon gesichert, und damit kam eine weitere Grand-Slam-Goldmedaille.

Danach sagte Lytvynenko, es sei ein harter Tag gewesen, aber sie habe sich am Ende deutlich besser gefühlt als noch am Morgen. Sie sprach auch über ihre Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Los Angeles und sagte, sie sei nicht mit einem konkreten Matchplan gegen Tcheumeo in den Kampf gegangen, sondern habe sich stattdessen auf das Gefühl aus früheren Begegnungen und auf die einfache Anweisung ihres Trainers verlassen, zu gewinnen.

Sie teilte außerdem mit, dass sie mit einer Freundin die Mongolei erkunden und so feiern wolle, und dankte den Fans für ihre Unterstützung. Persönlich richtete sie zum Schluss noch eine Vatertagsbotschaft an ihren Vater.

Die Kämpfe um Bronze brachten zusätzlich eine europäische Note. In einem rein deutschen Duell besiegte Alina Boehm Anna Monta Olek mit Waza-ari und Yuko. Es war nicht das Finale, das sich beide Athletinnen gewünscht hätten, aber Boehm nutzte den Moment bestmöglich.

Im zweiten Bronzekampf setzte sich Brenda Olaya aus Kolumbien mit Yuko gegen Yael van Heemst durch und holte damit das zweite Grand-Slam-Bronze ihrer Karriere.

Am Ende des Wettkampfs in der Klasse bis 78 kg gehörte Gold Lytvynenko. Doch die Gewichtsklasse gehörte auch den unerwarteten Wendungen, Tcheumeos Widerstandskraft als Veteranin und einem europäischen Medaillenbild, das bis tief in den Finalblock hinein aktiv blieb.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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