Lommel: Drei Tage Randori, neue Freundschaften und ein Camp für ganz Europa

Vom 13. bis 15. März 2026 wurde es in Lommel (Belgien) richtig lebendig: Im Sportpark De Soeverein reihten sich die Tatami aneinander, überall Bewegung, konzentrierte Gesichter und zwischendurch viel Lachen. Der Trainingscamp der Ilse Heylen Judo Academy, organisiert in Partnerschaft mit der European Judo Union, brachte 278 junge Judoka aus fünf Nationen zusammen. Es ging um Technik, Mut und Neugier – aber genauso um das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.

In Lommel ging es nicht nur um Training, sondern um Zusammenhalt.

Eine dieser Geschichten liefert Koen Vande Casteele vom Leuven Judo Club. Sein Weg in den Sport begann nicht mit einem eigenen Traum, sondern mit seinen Kindern. Erst stand er jahrelang am Mattenrand, bis ihn eine Frage aus dem Verein traf: Warum nicht selbst Judogi anziehen? Seitdem trainiert er aktiv – und beschreibt, wie anders man Judo versteht, wenn man selbst fällt, aufsteht und wieder anpackt.

In der Familie ist Judo inzwischen fest verankert: Seine drei Söhne trainieren, jeder auf seine Art und in seinem Tempo. Für Koen ist Judo dabei mehr als Wettkampf. Er spricht über Disziplin, über das Lernen fürs Leben und über Freundschaften, die im Dojo entstehen und außerhalb weiterwachsen – bei Kindern genauso wie bei Eltern, die gemeinsam zu Turnieren und Camps reisen.

Auch sportlich blieb das Wochenende nicht bei „nur“ vielen Einheiten stehen. Besonders wertvoll war für die Teilnehmenden das Randori mit Judoka aus anderen Ländern und das hohe Niveau der Sessions. Dazu kam eine Organisation, die den Fokus klar auf die jungen Athletinnen und Athleten legte: kurze Wege, geregelte Verpflegung und ein Umfeld, in dem man sich auf Judo konzentrieren kann.

Ein europäisches Zeichen setzte der Besuch von EJU Education Director Gevrise Emane. Sie betonte den Wert direkter Gespräche mit Clubs und Coaches – und ordnete das Camp in die EJU-Initiative Rolling Dojo ein. Im Kern steht dabei nicht reine Leistung, sondern eine Umgebung, die sportliche, pädagogische und soziale Entwicklung möglich macht.

Quelle: EJU_News

Zurück zum Blog