Lignano startet laut: Italiens Trio glänzt, Konrad schockt die -63 kg
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Die erste Wettkampf-Session im Pala Bella Italia in Lignano Sabbiadoro hatte alles, was ein Junior European Cup-Auftakt braucht: schnelle Ippon, volle Ränge und eine Atmosphäre, die mehr nach Festival als nach Routine wirkte. Besonders die erstmalige Teilnahme des japanischen Frauenteams zog Fans an, die nach dem letzten Kampf noch mit Shirts und Akkreditierungen für Autogramme warteten.
Lignano fühlte sich am ersten Tag wie ein echtes Judo-Fest an.
Sportlich setzten die Europäer ein dickes Ausrufezeichen. Gastgeber Italien führte die Medaillenwertung dank drei Goldmedaillen an: Raffaele Sodano holte in -60 kg seinen zweiten Lignano-Podestplatz und erstmals Gold. Lucio Tavoletta lieferte den wohl klarsten Moment des Tages, als er das -73-kg-Finale binnen Sekunden mit einem Ippon durch Sode tsurikomi goshi entschied. Nach Platz fünf vor zwei Jahren und Bronze im Vorjahr ist es für ihn der konsequente nächste Schritt ganz nach oben.
Aurora Mengia machte in -78 kg gegen Japans Rio Tsubakihara früh Druck, ging mit einem yuko in Führung und brachte den Kampf kontrolliert zu Ende. Auch sie sprach danach vor allem über harte Arbeit und die Menschen, die sie dabei unterstützt haben.
Deutschland durfte über einen echten Kraftakt jubeln: Sveyarike Konrad gewann Gold in -63 kg. Auffällig war ihr spektakulärer Tani-otoshi-Ippon gegen Asuka Sano in den Vorrunden, bevor sie im Golden-Score-Finale Welt-Nummer-eins Ilariia Tsurkan bezwang.
Japan blieb ebenfalls nicht ohne Glanz: Aoi Komine siegte in -70 kg mit starker tachi-waza, unter anderem über Osoto-otoshi, Seoi-otoshi und Ouchi-gari. In +78 kg holte Miu Ushikata mit überzeugender ne-waza Gold. Polens Jakub Kurowski komplettierte die Liste der Tagessieger mit Gold in -66 kg.
Im Rahmen der Eröffnung wurden zudem Auszeichnungen vergeben, darunter der „Luigi Alberto Trevisan“-Award an die Kampfrichter Tiziano Tieppo (ITA), Cathy Mouette (FRA) und Veli-Matti Karikanta (FIN).
Quelle: EJU_News