Lavjargal Delivers Home Glory After a Marathon -73 kg Final in Ulaanbaatar - Image: IJF / International Judo Federation

Lavjargal holt Heimgold nach Marathon-Finale bis 73 kg in Ulaanbaatar

Ankhzaya Lavjargal bescherte der Mongolei in der Klasse bis 73 kg in Ulaanbaatar einen großen Judo-Moment und gewann auf heimischem Tatami sein erstes Grand-Slam-Gold. Der Mongole setzte sich gegen Jack Yonezuka aus den USA nach einem langen und kräftezehrenden Finale durch, das tief in den Golden Score hineinreichte.

Diese Gewichtsklasse bot von Beginn an viele Wendungen. Eine der frühen Überraschungen war das Aus von Makhmadbek Makhmadbekov aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der zu den Favoriten gezählt wurde, in seinem Auftaktkampf. Manuel Lombardo aus Italien zeigte in einem taktisch geprägten Kampf ein starkes Ura-nage, erzielte damit die entscheidende Wertung und warf den hoch eingestuften Judoka aus dem Turnier.

Lombardos Lauf dauerte allerdings nicht viel länger. Sein Turnier endete in der nächsten Runde, und Uranbayar Odgerel trug die mongolische Hoffnung bis ins Halbfinale. Auf der anderen Seite baute Jack Yonezuka immer mehr Momentum auf und schaffte einen wichtigen Durchbruch.

Yonezukas Halbfinalsieg gegen Odgerel brachte ihn in sein erstes Grand-Slam-Finale. Zugleich sicherte sich der Amerikaner damit seine erste Medaille auf diesem Niveau. Nach 25 Grand-Slam-Teilnahmen vor seiner Ankunft in der Mongolei, mit einem fünften Platz und zwei siebten Plätzen als bisher beste Resultate, war das ein großer Schritt nach vorn und ein Beleg dafür, dass Beharrlichkeit am Ende Türen öffnen kann.

Auch Lavjargals Weg ins Finale hatte besonderes Gewicht. Da Olympiasieger Hidayat Heydarov aus Aserbaidschan fehlte, war die untere Hälfte des Feldes offen, doch leicht wurde es dennoch nicht. Nach einer Reihe enger Kämpfe sicherte sich der Mongole mit einem sehr knappen Halbfinalsieg gegen den Briten Irakli Goginashvili seinen Platz im Kampf um Gold.

Damit stand ein Finale zwischen zwei Judoka fest, die beide zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Finale standen. Keiner der beiden gab viel preis. Sie gingen mit hohem Tempo durch die vollen vier Minuten und mussten danach noch mehr als zwei weitere Minuten im Golden Score weiterkämpfen.

Dann kam der entscheidende Moment. Lavjargal nutzte seine Chance und warf Yonezuka mit Uchi-mata, beendete damit einen harten Kampf und löste schließlich den Lärm in der Arena aus.

Eine einzige Öffnung reichte, und Lavjargal nutzte sie.

Der Sieg bedeutete noch mehr, weil er der Mongolei nach zwei Bronzemedaillen das erste Gold des Turniers brachte. Vor einem jubelnden Heimpublikum verwandelte Lavjargal ein angespanntes Finale in eine Erinnerung, die den lokalen Fans lange bleiben wird.

Auch auf dem Podium gab es ein europäisches Ergebnis im ersten Kampf um Bronze. Der Bulgare Victor Skerlev besiegte den Briten Irakli Goginashvili nach Golden Score und sorgte damit für einen starken Abschluss für Bulgarien in einer Gewichtsklasse, die von knappen Entscheidungen geprägt war.

Die zweite Bronzemedaille ging an Uranbayar Odgerel aus der Mongolei und hielt damit einen weiteren Gastgeber auf dem Podium. In der Endabrechnung gewann Lavjargal Gold, Yonezuka holte Silber, und die Bronzemedaillen gingen an Skerlev und Odgerel.

Lavjargal sagte später, er sei glücklich und dankbar, sein erstes Grand-Slam-Gold im eigenen Land gewonnen zu haben. Zudem habe ihm die Unterstützung des Publikums im langen Finale zusätzliche Energie gegeben.

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Zurück zum Blog