Lausanne Grand Slam gibt dem Schweizer Judo Auftrieb
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Der erste Ecole Mont-Olivet Lausanne Grand Slam hat dem Schweizer Judo einen ermutigenden Start auf der World Judo Tour beschert. Mit dem Ende des Wettbewerbs in der Vaudoise Arena sehen die Organisatoren die Veranstaltung als mehr als ein erfolgreiches dreitägiges Turnier: Sie ist ein Schritt hin zu einer bedeutenden Zukunft für Judo in Lausanne.
Der Präsident von Swiss Judo, Sergei Aschwanden, eine der Schlüsselfiguren hinter dem Projekt, erklärte sich mit der ersten Ausgabe zufrieden. Er würdigte die Freiwilligen, die Behörden des Kantons Waadt und der Stadt Lausanne, die Partner sowie die Ecole Mont-Olivet, deren pädagogische Vision mit der Veranstaltung verbunden war.
Die Resonanz des Publikums setzte ein starkes frühes Zeichen. Insgesamt wurden 12.500 der 15.000 verfügbaren Tickets verkauft, während der Grand Slam auch internationale und lokale Medienaufmerksamkeit erhielt. Für eine neue Veranstaltung unterstrich dieses Interesse die Begeisterung Lausannes für Spitzen-Judo und verschaffte dem Schweizer Judo eine sichtbare Plattform.
Der erste Grand Slam in Lausanne hat das Schweizer Judo fest ins Rampenlicht gerückt.
Aschwanden hob zudem die Rolle der Internationalen Judo-Föderation und ihres Präsidenten Marius Vizer hervor und dankte ihnen für ihr Vertrauen und ihre enge Unterstützung während der Vorbereitungszeit. Zugleich betonte er, dass eine Premiere erst der Beginn des Prozesses sei. Die Organisatoren werden die Veranstaltung nun sorgfältig auswerten, Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren und im nächsten Jahr mit einem noch stärkeren Turnier zurückkehren wollen.
Auch das sportliche Teilnehmerfeld verstärkte den Eindruck des Fortschritts. Zu Beginn des olympischen Qualifikationszeitraums traten große Namen des Judo in Lausanne an, und die Ausgabe des nächsten Jahres wird noch stärker im Zeichen des Rennens um Los Angeles 2028 stehen.
Die wichtigste langfristige Ankündigung erfolgte während des Wochenendes, als die Vereinbarung zur Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2028 unterzeichnet wurde. Lausanne wird damit von der Austragung seines ersten Grand Slam zur Vorbereitung auf eine der größten internationalen Veranstaltungen im Judo übergehen. Die Weltmeisterschaften 2028 kehren 55 Jahre nach der letzten Austragung des Wettbewerbs in die Stadt zurück.
Für Aschwanden war die eindrücklichste Erinnerung jedoch kein Ergebnis auf dem Tatami. Er verwies auf die Eröffnungsfeier und beschrieb deren Botschaften und Emotionen als Spiegel dessen, wofür Judo steht: Werte weiterzugeben und sie zu teilen.
Diese Botschaft zeigte sich auch durch die Einbindung von angepasstem Judo und Gehörlosen-Judo neben der World Judo Tour. Schweizer Uhren, Schokolade und Messer, die den Gewinnern überreicht wurden, verliehen der Veranstaltung eine lokale Note, während Lausanne zeigte, dass die Stadt einen großen internationalen Sportanlass willkommen heißen kann.
Der Weg zu den Weltmeisterschaften 2028 in Lausanne hat offiziell begonnen.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation