La Nucía bereitet die Bühne für ein European-Open-Wochenende mit hohem Einsatz
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La Nucía und Benidorm stehen an diesem Wochenende wieder im Judo-Kalender und bringen die European Open Tour am 16. und 17. Mai an Spaniens Costa Blanca. Mit 473 Athletinnen und Athleten aus 40 Nationen und vier Kontinenten fühlt sich diese Station bereits größer an als ein gewöhnliches Open. Sie ist ein Treffpunkt für etablierte Namen, aufstrebende Junioren und Athletinnen und Athleten, die auf dem Weg nach Los Angeles 2028 wertvolle Ranglistenpunkte sammeln wollen.
Spanien reist mit großem Abstand mit dem größten Team an, stellt 84 Athletinnen und Athleten und bietet dem Heimpublikum damit viel, dem es folgen kann. Deutschland entsendet 62 Starterinnen und Starter, Frankreich bringt 41. Die Niederlande und Großbritannien stellen jeweils 31, Israel folgt mit 30 und verleiht einem Wochenende noch mehr Tiefe, das von der ersten Auslosung bis zum letzten Medaillenkampf dicht besetzt wirkt.
Zu den herausragenden europäischen Namen gehört die Deutsche Mascha Ballhaus, die als bestplatzierte Judoka des Feldes antritt. Die zweimalige WM-Medaillengewinnerin startet in der Klasse bis 52 kg und kommt als Nummer drei der Welt nach La Nucía, was sie zu einem der klarsten Bezugspunkte dieses Turniers macht.
Auch Portugal bringt nachgewiesene Klasse mit. Die viermalige EM-Medaillengewinnerin Catarina Costa kehrt in der Klasse bis 48 kg zurück, nachdem ihr letzter internationaler Auftritt im Oktober 2025 beim Grand Slam in Abu Dhabi war. Barbara Timo, zweimalige WM-Medaillengewinnerin, ist für die Klasse bis 70 kg vorgesehen, während Rochele Nunes Portugal in der Klasse über 78 kg eine weitere erfahrene Option bietet.
Für das Gastgeberland ist Laura Vazquez Fernandez die bestplatzierte spanische Judoka im Teilnehmerfeld; sie startet in der Klasse bis 63 kg. In einem Wettbewerb, in dem Spanien die Meldeliste ohnehin anführt, erhält das lokale Team damit eine weitere starke Geschichte vor dem Wochenende.
Große Namen kommen, aber die jüngere Generation ist direkt mit dabei.
Diese Mischung aus Erfahrung und aufstrebendem Talent könnte einer der interessantesten Aspekte dieser Veranstaltung sein. Italiens Savita Russo, zweimalige Junioren-Europameisterin, rückt in der Klasse bis 63 kg ins Rampenlicht der Senioren. Großbritanniens Irakli Goginashvili, Junioren-Europameister 2025 und WM-Bronzemedaillengewinner, ist in der Klasse bis 73 kg ein weiterer junger Athlet, den man im Blick behalten sollte.
Schon die Gewichtsklassen selbst deuten darauf hin, dass es nirgendwo einen einfachen Weg geben wird. Bei den Männern verzeichnen sowohl die Klasse bis 66 kg als auch die Klasse bis 73 kg jeweils mehr als 60 Meldungen, was sie zu zwei der am dichtesten besetzten und potenziell explosivsten Kategorien des Wochenendes macht. Auch die Klassen bis 81 kg und bis 90 kg wirken tief besetzt.
Der Frauenwettbewerb hat seine eigenen Brennpunkte. Die Klassen bis 52 kg und bis 57 kg umfassen jeweils 34 Athletinnen, dicht gefolgt von der Klasse bis 63 kg mit 30. Selbst die kleineren Kategorien wie bis 48 kg und über 78 kg könnten noch große Qualität liefern, besonders mit erfahrenen Medaillengewinnerinnen in der Auslosung.
Eine weitere wichtige Präsenz kommt vom IJF Refugee Team, das mit sieben Athletinnen und Athleten vertreten sein wird. Ihre Teilnahme verleiht dem internationalen Charakter der Veranstaltung eine weitere Dimension und spiegelt die globale Reichweite des Judo über Medaillen und Ranglisten hinaus wider.
Der Wettkampf findet im Pabellón Camilo Cano in La Nucía statt, bevor der Blick schnell auf das Benidorm Olympic Training Camp übergeht, das am 19. Mai beginnt. Dort werden voraussichtlich mehr als 900 Judoka und Trainerinnen und Trainer zusammenkommen, womit die Rolle der Region als geschäftiger Knotenpunkt des internationalen Judo weiter ausgebaut wird.
An diesem Wochenende ist der Fokus jedoch einfach: tiefe Auslosungen überstehen, den Moment nutzen und Punkte sammeln, die viel später noch zählen könnten. Da sich erfahrene Anwärterinnen und Anwärter sowie Juniorentalente dieselbe Bühne teilen, bringt La Nucía alle Zutaten für ein spannendes und bedeutungsvolles European Open mit.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union