Kortrijk’s message: playful training, sharper judo

Kortrijk zeigt: Mit Spielen zum besseren Judo

Judo ist hart, schnell und manchmal gnadenlos – aber der Weg dorthin muss nicht nur aus endlosen Wiederholungen bestehen. Genau das wurde am ersten Tag der Triglav Insurance Get Together Tour in Kortrijk spürbar, als Trainingseinheiten gezielt über Spiele aufgebaut wurden. Statt Druck und starrer Abläufe stand ein Lernklima im Mittelpunkt, in dem Bewegungen fast nebenbei „kleben bleiben“.

Wenn Athletinnen und Athleten locker sind, wird Technik plötzlich intuitiv.

Parallel zur Divisioning-Phase gab es mehrere Sessions, darunter eine Einheit, die Grundfertigkeiten mit spielerischen Aufgaben verknüpfte. Der Start lag im ne-waza: Die Teilnehmenden arbeiteten daran, Raum zu schaffen oder bewusst zu verkleinern – über das Zusammenspiel von uke und tori. So entstanden Timing, Kontrolle und ein besseres Gefühl für Situationen am Boden, ohne dass es sich wie monotones Üben anfühlte.

Anschließend ging es in Aktivitäten rund um kuzushi. Mit Hula-Hoop-Kreisen als visuellen und physischen Markern konnten die Athletinnen und Athleten Balancebrechen und Positionierung klarer erleben. Der Fokus lag nicht auf dem reinen Nachmachen, sondern darauf, das Prinzip hinter der Bewegung zu verstehen.

Danach wurden methodische Schritte zu ashi-waza und kumi-kata eingebaut. Über strukturierte Spiele sollten die Teilnehmenden Zusammenhänge erkennen, die später Anpassungsfähigkeit und saubere Entscheidungen im Randori unterstützen. Zum Abschluss brachten Teamspiele Kooperation und Kommunikation zusammen – und sorgten sichtbar für Gemeinschaftsgefühl.

Kortrijk lieferte damit ein kleines, aber starkes Statement: Spielen ist kein „Extra“, sondern eine Brücke zwischen Lernen und Leistung. Wer kreativer wird und weniger verkrampft, entwickelt sich oft schneller – und bleibt dabei eher dran.

Quelle: EJU_News

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