Joonhwan Lee saves his best for last in Ulaanbaatar’s -81 kg final - Image: IJF / International Judo Federation

Joonhwan Lee spart sich in Ulaanbaatar im -81-kg-Finale das Beste bis zum Schluss auf

Joonhwan Lee war in der Klasse bis 81 kg in Ulaanbaatar der prägende Name und beendete den Tag nach einem präzisen und selbstbewussten Turnierverlauf mit der Goldmedaille. Der Koreaner krönte seinen Auftritt mit einem klaren Finalsieg über Japans Yuhei Oino und setzte damit im Finalblock einen der auffälligsten Wertungen des Tages.

Ein Großteil der frühen Aufmerksamkeit in dieser Kategorie galt Timur Arbuzov. Der erst 22-jährige Russe war als Nummer eins gesetzt angereist und führte die Weltrangliste bereits an, nachdem er im vergangenen Jahr in Budapest den Weltmeistertitel gewonnen und zu Beginn dieser Saison in Georgien den Kontinentaltitel geholt hatte. Schon seine Auftaktkämpfe bestätigten diesen Status mit demselben dynamischen und offensiven Judo, das ihn in kurzer Zeit zu einem der prägenden Athleten dieser Gewichtsklasse gemacht hat.

Dieser Schwung trug Arbuzov bis ins Halbfinale gegen Lee, einen Welt- und Olympiamedaillengewinner, der ihm sowohl in Präzision als auch in Durchschlagskraft ebenbürtig war. Es wurde zu einem der Schlüsselmomente des Tages. Lee fand die richtigen Antworten, als es darauf ankam, erzielte in einem hochklassigen Kampf zwei Wertungen und fügte dem amtierenden Weltmeister eine klare Niederlage zu, um ins Finale um Gold einzuziehen.

Lees Halbfinalsieg veränderte den gesamten Verlauf dieser Gewichtsklasse.

In der anderen Hälfte des Tableaus war der Weg ins Finale direkter. François Gauthier Drapeau und Yuhei Oino, dort die beiden Favoriten, trafen im Halbfinale aufeinander, doch Oino machte kurzen Prozess. Gleich im ersten Griffwechsel gelang ihm ein wunderschönes De-ashi-harai zum Ippon, mit dem er sich auf spektakuläre Weise seinen Platz im Finale sicherte.

Damit kam es zum Duell zweier Athleten, die mit jedem Kampf stärker gewirkt hatten. Lee ging mit sichtbarem Selbstvertrauen ins Finale und lieferte seinen größten Moment ganz am Ende. Gegen Oino setzte er ein starkes Ko-uchi-gari mit kraftvollem Richtungswechsel an, erzielte Ippon und ließ seinem Gegner keinen Weg zurück. Es war die Art von Abschluss, die einen Wettkampftag sofort prägt.

Nach dem Sieg sprach Lee darüber, wie viel ihm dieser Erfolg nach seiner Zeit fern vom Turnier in Ulaanbaatar bedeutete. Er sagte, dass er im vergangenen Jahr darauf gebrannt habe, wieder anzutreten, und seine Gegner genau studiert habe. Zugleich machte er deutlich, dass dieses Ergebnis nichts an seiner langfristigen Haltung ändert. Auch mit der Goldmedaille blieb sein Fokus auf Verbesserung und auf den Blick in Richtung Olympiazyklus gerichtet.

Die Bronzemedaillen gingen an Arbuzov und den Serben Mihajlo Simin. Arbuzov erwies sich in seinem Medaillenkampf gegen François Gauthier Drapeau als zu stark, während Simin in einem engen Duell mit dem Belgier Matthias Casse überzeugte. Der 21-jährige Serbe absorbierte im Golden Score den Druck, ehe er mit einem Seoi-otoshi zu Yuko durchkam und sich damit die zweite Grand-Slam-Medaille seiner noch jungen Karriere sicherte.

Für die europäischen Athleten stach Simins Ergebnis besonders hervor. Einen so erfahrenen Gegner wie Casse in einem Medaillenkampf zu besiegen, war ein bedeutender Schritt und fügte seiner wachsenden Bilanz auf der Grand-Slam-Bühne einen weiteren starken Moment hinzu.

Mihajlo Simin bescherte Europa einen denkwürdigen Durchbruch zur Bronzemedaille.

In der Endabrechnung der Klasse bis 81 kg gewann Lee Gold, Oino Silber, und Arbuzov sowie Simin teilten sich Bronze. In einer Gewichtsklasse voller etablierter Namen blieb Lees Abschluss das prägende Bild: ruhig, explosiv und unmöglich zu übersehen.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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