Vom Olympia-Podium zur Judo-Organisation: Iwona Marcinkiewicz’ neue Mission in Warschau
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Iwona Marcinkiewicz kennt Spitzensport aus einer Perspektive, die nur wenige teilen. 1996 stand sie als olympische Bronzemedaillengewinnerin im Bogenschießen (Team) in Atlanta auf dem Podium, im selben Jahr wurde sie zudem mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Disziplin, Konstanz und harte Arbeit prägten damals ihren Weg – und genau diese Werte nimmt sie bis heute mit.
Fast drei Jahrzehnte später ist Marcinkiewicz weiter mitten im Sport, nur nicht mehr im Rampenlicht des Wettkampfs. Statt selbst um Medaillen zu kämpfen, arbeitet sie inzwischen im Polnischen Judo-Verband. Bei den Warsaw European Open 2026 gehörte sie zu den Menschen, die im Hintergrund dafür sorgten, dass die Abläufe reibungslos funktionierten.
Hinter jedem starken Auftritt auf der Matte steckt ein Team, das kaum jemand sieht.
Marcinkiewicz beschreibt diesen Wechsel als etwas, das sich überraschend stimmig anfühlt. Sie sagt, sie habe viele Jahre „auf der anderen Seite“ gearbeitet und genieße es – auch, weil es sich für sie wie ein Zurückgeben anfühlt. Früher habe ein ganzes Team dafür gesorgt, dass im Training, auf Reisen und bei Wettkämpfen alles passte; heute könne sie das für die nächste Generation mittragen.
Wenn sie Judo beobachtet, fallen ihr vor allem mentale Eigenschaften auf: Entschlossenheit, Kampfgeist, die Fähigkeit, Schmerz auszuhalten, und eine starke Psyche. Obwohl Bogenschießen und Judo kaum unterschiedlicher wirken, erkennt sie gerade in diesen inneren Anforderungen viele Parallelen.
Auch auf Social Media schaut sie realistisch: Dass Athletinnen und Athleten ihr Leben in Echtzeit teilen, könne zusätzlichen Druck erzeugen. In schweren Momenten brauche es oft Ruhe und Unterstützung – und genau diese Art Rückhalt will sie jungen Sportlerinnen und Sportlern in Warschau mitgeben.
Ihr Rat bleibt einfach und kraftvoll: nicht aufgeben, Träume verfolgen und den Sport genießen – weil die Reise oft zu den schönsten Erinnerungen des Lebens wird.
Quelle: EJU_News