How Rok Draksic helped turn Finnish judo into a team with real momentum

Wie Finnlands Judo unter Rok Draksic plötzlich sichtbar wurde

Finnland wird im Sport oft zuerst mit Eishockey verbunden. Im Judo hat sich das Bild aber spürbar verändert. In den vergangenen Jahren sind finnische Athletinnen und Athleten auf europäischer und weltweiter Ebene deutlich stärker in Erscheinung getreten.

Zu den auffälligsten Ergebnissen gehören die WM-Bronzemedaille von Luukas Saha und zuletzt seine Silbermedaille bei den European Judo Championships Seniors Tbilisi 2026. Dazu kommen die europäischen Titel von Louna-Lumia Seikkula in der U23 und von Pihla Salonen im Juniorenbereich, wo sie auch weitere Medaillen gewann. Für ein Land, das lange nicht als Judo-Nation wahrgenommen wurde, ist das ein klares Signal.

Im Zentrum dieser Entwicklung steht Rok Draksic. Der frühere Europameister aus Slowenien übernahm vor fünf Jahren als Cheftrainer und setzte nicht nur auf einzelne Talente, sondern auf eine gemeinsame Struktur. Die besten Judoka wurden an einem Ort zusammengeführt, im neuen Olympic Centre in Helsinki, um regelmäßig miteinander zu trainieren.

Aus verstreuten Gruppen ist in Finnland ein echtes Team geworden.

Draksic machte früh klar, dass dieser Weg Zeit brauchen würde. Nach seiner Einschätzung reichte ein Jahr nicht aus, weil das Ausgangsniveau zu niedrig war. Erst nach zwei bis drei Jahren wurden die Veränderungen auch in Resultaten sichtbar, begleitet von mehr Disziplin und einem professionelleren Zugang zum Leistungssport.

Mit den Erfolgen wuchs auch die Aufmerksamkeit. Laut Draksic wurde die Europameisterschaft erstmals live im Fernsehen gezeigt, und finnische Medien reisten nach Tiflis. Für den Sport im Land ist das ein wichtiger Schritt, denn Sichtbarkeit schafft Interesse, und Interesse bringt neue Athletinnen und Athleten.

Rund 30 bis 40 Judoka trainieren inzwischen regelmäßig im Olympic Sport Center. Für Los Angeles 2028 ist eine Kerngruppe von acht bis neun Athletinnen und Athleten im Blick, etwa die Hälfte davon Frauen. Nach zwei Qualifikationen für Paris 2024 sind die Ziele jetzt höher: Nicht nur die Teilnahme, sondern auch eine olympische Medaille ist Teil der Strategie.

Draksic hat damit nicht einfach ein Traineramt übernommen. Er hat geholfen, dem finnischen Judo in Europa ein neues Gewicht zu geben.

Quelle: EJU_News

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