How Judo Is Creating New Paths in Dzaleka - Image: IJF / International Judo Federation

Wie Judo in Dzaleka neue Wege schafft

Die Judo Association of Malawi arbeitet seit Jahren daran, etwas aufzubauen, das größer ist als Ergebnisse auf der Tatami. Nahe Lilongwe ist Judo im Flüchtlingslager Dzaleka Teil eines umfassenderen Einsatzes geworden, der auf Bildung, Würde und Chancen für Menschen in schwierigen Lebensumständen ausgerichtet ist.

Mit Unterstützung der International Judo Federation hat sich das Programm in Malawi zu weit mehr als regelmäßigem Training entwickelt. Es ist Teil eines regionalen Ansatzes, der auch Verbindungen zu Nachbarländern wie Sambia und Simbabwe schafft und einen gemeinsamen Glauben an Entwicklung durch Judo zeigt.

Ein neuer Schritt folgte am 2. Mai 2026, als in Dzaleka im Rahmen des Entwicklungsplans der Föderation ein Auffrischungskurs in Erster Hilfe stattfand. Das Ziel war praktisch und wichtig: Fähigkeiten zu aktualisieren, Wissen zu festigen und geschulte Teilnehmende dabei zu unterstützen, in Notsituationen einsatzbereit zu bleiben.

Fünfzehn Personen nahmen an dem Kurs teil, darunter zehn Teilnehmende aus dem Flüchtlingslager und fünf aus der umliegenden Gemeinschaft. Diese Mischung war wichtig. Sie zeigte, dass das Projekt nicht nur Flüchtlinge unterstützt, sondern auch stärkere Verbindungen zur lokalen Umgebung aufbaut.

Geleitet wurde die Schulung von Adam Hamza und George Mchenga, beide ehemalige Judoka, die heute in Krankenhäusern arbeiten. Ihre Mitwirkung verlieh dem Kurs eine eigene starke Botschaft und zeigte, wie Judo Türen weit über den Wettkampf hinaus öffnen und echte Rollen im Gemeinschaftsleben schaffen kann.

Von Hygiene und Sicherheit bis zum Umgang mit Notfällen behandelte der Kurs wesentliche Fähigkeiten mit direktem Alltagswert. Offiziell abgeschlossen wurde er von District Sports Officer Mrs Loveness Phiri, die sowohl die Initiative als auch die fortgesetzte Unterstützung durch die International Judo Federation lobte.

In Dzaleka reicht Judo weit über das Dojo hinaus.

Dieser jüngste Kurs ist nur ein Teil eines breiteren Programms, das das ganze Jahr über weiterläuft. Das Projekt Judo for Peace in Dzaleka unterstützt Organisation und Koordination, stärkt die Trainerstrukturen und hilft den Teilnehmenden, mit sozialen Herausforderungen umzugehen.

Es schafft auch sportliche Möglichkeiten. Flüchtlinge erhalten Chancen, an nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, während andere beginnen können, in Führungsrollen wie dem Kampfrichterwesen und dem Trainerbereich hineinzuwachsen. Für viele Teilnehmende bedeutet das mehr als das Erlernen von Techniken. Es bedeutet, Selbstvertrauen aufzubauen und ein klareres Gefühl für die eigene Richtung zu finden.

Inklusion bleibt ein zentrales Anliegen. Das Programm arbeitet daran, die Teilnahme von Frauen und Mädchen zu fördern, das Bewusstsein für Diskriminierung zu schärfen und wichtige Anlässe wie den Weltflüchtlingstag zu begehen. In diesem Umfeld kann Judo zu einem Raum werden, in dem man sich ausdrücken, neues Selbstvertrauen gewinnen und wieder nach vorn blicken kann.

Die Fortschritte sind real, doch die Hindernisse sind nicht verschwunden. Wirtschaftliche Not, begrenzte Ressourcen, Ernährungsunsicherheit und kulturelle Barrieren beeinflussen die Teilnahme weiterhin. Dadurch erscheint jeder Schritt nach vorn noch bedeutsamer.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf des Jahres 2026 sind weitere Initiativen geplant. Dazu gehören Umweltworkshops im Rahmen des Green-Dojo-Projekts, die Teilnahme an nationalen Meisterschaften und regionalen Wettkämpfen sowie eine stärkere Unterstützung junger Flüchtlingsathletinnen und -athleten, die die internationale Bühne erreichen möchten.

Die Arbeit Malawis in Dzaleka erinnert klar daran, was Judo leisten kann, wenn es mit einem Ziel eingesetzt wird. Jede Einheit, jeder Kurs und jeder Wettkampf zahlt auf dieselbe Idee ein: Selbst unter schwierigen Bedingungen kann Sport helfen, Struktur, Selbstvertrauen und Hoffnung zu schaffen.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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