Goldrausch in Gospino polje: Kroatiens Auftakt setzt ein Ausrufezeichen
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Der European Senior Cup Dubrovnik 2026 startete mit einem echten Heimspiel-Gefühl: In Gospino polje erklang die kroatische Hymne, und die Gastgeber sammelten gleich am ersten Tag fünf Medaillen. Einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze – diese Bilanz brachte Kroatien früh ins Zentrum des Geschehens und zeigte, wie viel Breite im Team steckt.
Im Mittelpunkt stand Karla Kulić in der Klasse -78 kg. Sie kämpfte sich durch ein anspruchsvolles Feld und blieb dabei auffallend ruhig, selbst als sie auf türkische Konkurrenz und später sogar auf eine Teamkollegin traf. Besonders ihr Halbfinale gegen Petrunjela Pavić wurde zu einer Prüfung, in der Timing und taktische Disziplin den Ausschlag gaben.
Karla Kulić machte den goldenen Moment für das Heimteam perfekt.
Im Finale ließ Kulić dann keinen Zweifel aufkommen: Gegen Aqulina Chayeb aus dem Libanon holte sie den Titel. Dass sie zuletzt die Gewichtsklasse gewechselt hat, machte ihren kontrollierten Auftritt umso bemerkenswerter – sie wirkte über den gesamten Tag hinweg frei im Kopf und konsequent in der Umsetzung.
Pavić sorgte dafür, dass die Story im eigenen Land weiterging. Im Kampf um Bronze setzte sie sich gegen Sila Korkmaz aus Türkiye durch und schrieb damit auch ein Stück Vereinsgeschichte mit: Für den Judo Club Dubrovnik 1966, der sein 60-jähriges Jubiläum feiert, war das Podium ein symbolträchtiger Moment. Zugleich erinnerte der Erfolg an den Gründer Andrija Habulin, eine prägende kroatische und europäische Judo-Persönlichkeit.
Auch die Cvjetko-Schwestern lieferten Emotionen. Nina Cvjetko zog in -63 kg ins Finale ein, unter anderem nach einem Ippon im Halbfinale gegen Ezgi Karademir (Türkiye), musste sich dort aber Habibe Ciloglu (Türkiye) geschlagen geben. Jana Cvjetko holte in -70 kg Bronze, als sie gegen Sumeyye Kaya (Türkiye) in der Golden-Score-Phase früh den entscheidenden Ippon fand.
Bei den Männern verpasste Dani Klačar (-66 kg) knapp den ganz großen Wurf. Nach starkem Turnierverlauf – inklusive Halbfinalsieg gegen Kanat Seilkhan (Kasachstan) – endete das Finale gegen Guy Gutman (Israel) mit einem Ippon für den Israeli. Klačar blieb Silber und die ehrliche Erkenntnis: starke Serie, aber noch Luft nach oben.
Am Sonntag geht es weiter: Ab 09:00 wird in Gospino polje um die nächsten Medaillen gekämpft, live auf JudoTV.
Quelle: EJU_News