Heimvorteil, Druck und große Namen: Dubrovnik wartet auf Oberans Titeljagd

Dubrovnik ist zurück im European-Cup-Kalender: Am 28. und 29. März 2026 trifft sich die internationale Szene im Gospino Polje, wenn das traditionelle Turnier an der Adria wieder Rankingpunkte und wichtige Standortbestimmungen bietet. Schon vor der endgültigen Bestätigung der Teilnehmerzahlen nach der Auslosung am Freitag wirkt klar: Diese Ausgabe wird sportlich schwer.

Im Mittelpunkt steht Kroatiens Aushängeschild Iva Oberan. Die Titelverteidigerin gewann 2025 in Dubrovnik vor heimischem Publikum und will genau dort erneut liefern. An ihrer Seite steht Trainer Mateo Semiz, der nicht nur sie betreut, sondern auch das Frauen-Nationalteam sowie den Judo Club Dubrovnik 1966, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiert.

Oberan kommt mit einem Lebenslauf, der längst über die European-Cup-Ebene hinausreicht. Platz sieben bei den Weltmeisterschaften 2024 in Abu Dhabi, Silber beim Grand Slam 2024 in Abu Dhabi und mehrere Grand-Prix-Bronzemedaillen – unter anderem in Zagreb und Dushanbe – zeigen, wie konstant sie auf der IJF World Tour abliefert. Mit Bronze beim Grand Slam 2026 in Tbilisi hat sie ihre Form in dieser Saison zusätzlich untermauert.

Dubrovnik wird für Oberan zur Mischung aus Heimspiel und Härtetest.

Auch Petrunjela Pavic sorgt für kroatische Spannung – mit der Extra-Motivation, in ihrer Heimatstadt zu kämpfen. Ihr Weg ist mit Erfolgen über mehrere Altersklassen gepflastert: Gold bei der U23-EM 2022 nach Silber 2021, Bronze bei der Junioren-EM 2019. Bei den Seniorinnen holte sie Bronze beim Grand Prix Portugal 2024 und gewann 2025 das European Open in Sarajevo. In Dubrovnik stand sie schon 2018 mit Bronze auf dem Podium und wurde 2026 kroatische Meisterin.

International ist die Messlatte hoch: Erwartet werden starke Setzlisten-Namen wie Daniel Szegedi (Ungarn), Movli Borchashvilli (Österreich), Maxime Gobert (Frankreich), Guy Gutman (Israel) und Flavia Favorini (Italien). Mit Teilnehmern aus mehr als 30 Ländern bleibt Dubrovnik damit ein Fixpunkt auf dem European-Cup-Circuit – und für Europa-Athletinnen und -Athleten ein früher Saisoncheck mit spürbarem Druck.

Quelle: JudoInside

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