Bekauri und Kotsoiev im Fokus: Europas Schwergewichte vor großem Finale in Taschkent
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Der letzte Tag des Grand Slam in Taschkent steht ganz im Zeichen der Schwergewichtsklassen. In fünf Kategorien werden die letzten Medaillen verteilt, und viele Augen richten sich dabei auf die europäischen Stars. Insgesamt sind 382 Judoka aus 40 Ländern am Start, die schon an den ersten Tagen für intensive Duelle gesorgt haben.
Im Männerfeld bis 90kg sorgt Lasha Bekauri für die größten Erwartungen. Der georgische Doppel-Olympiasieger kehrt nach seinem Grand-Slam-Erfolg in Abu Dhabi 2025 wieder auf die große Bühne zurück und denkt langfristig schon an ein mögliches drittes Olympiagold in Los Angeles. Dahinter lauern starke Herausforderer wie Rafael Macedo aus Brasilien und der griechische Olympiabronzemedaillengewinner Theodoros Tselidis, der nach einem knappen Podiumsaus in Paris wieder angreifen will. Die Tiefe des Feldes verspricht enge Kämpfe und mögliche Überraschungen.
Europas Judoka greifen am Finaltag nach den Schwergewichtsmedaillen.
Bei den Frauen bis 78kg präsentiert sich das Tableau besonders offen. Die deutsche Judoka Anna Monta Olek reist als Topfavoritin an, nachdem sie vor zwei Wochen in Paris Dritte wurde und sich längst in der Weltspitze etabliert hat. Die Französin Kaila Issoufi steht für die neue Generation im traditionell starken französischen Frauenjudo und könnte ebenfalls ein Wörtchen um Gold mitreden. Weitere Akteurinnen aus Brasilien, Japan und Frankreich sorgen dafür, dass sich das Kräfteverhältnis jederzeit verschieben kann.
In der Klasse bis 100kg der Männer führt Olympiasieger Zelim Kotsoiev ein stark besetztes Feld an. Nach seinem Triumph bei den Olympischen Spielen in Paris und einer wechselhaften Saison 2025 will der Aserbaidschaner in Taschkent wieder ein deutliches Signal setzen. Mit Leonardo Gonçalves aus Brasilien und dem Schweizer Daniel Eich, der bereits viermal ein Grand-Slam-Finale erreicht hat, mischen weitere ernsthafte Medaillenkandidaten mit. Die hohe Leistungsdichte könnte für einige unerwartete Wendungen sorgen.
Die Frauen plus 78kg bieten den Kontrast zwischen Routine und Aufbruch. Israels Raz Hershko bringt eine beeindruckende Sammlung an Olympia- und WM-Medaillen sowie fünf Grand-Slam-Siege mit und gilt als Konstante in der Königsklasse. Die Kroatin Helena Vukovic will nach Rang sieben in Paris den nächsten Schritt machen, während Léa Fontaine in Abwesenheit von Romane Dicko die französische Fahne hochhält. Ein einziger Fehler oder eine gelungene Aktion kann hier den kompletten Wettkampf drehen.
Zum Abschluss kämpfen die Männer plus 100kg um das letzte Gold des Turniers. Lokalmatador Alisher Yusupov, Olympiabronzemedaillengewinner, wird von den heimischen Fans lautstark getragen und gehört zum engsten Favoritenkreis. Sein Landsmann Utkirbek Turoboyev will sich ebenfalls nach vorne kämpfen, doch mit dem Zagreber Turniersieger Kanan Nasibov wartet ein gefährlicher Gegner. Kraft, Timing und Nervenstärke entscheiden darüber, wer den Grand Slam von Taschkent mit einem Paukenschlag beendet.
Quelle: JudoInside