Catarina Rodrigues: Kadetten-EM auf Gran Canaria zeigt Europas Judo-Tiefe
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Catarina Rodrigues blickte auf die Millennium Team European Judo Championships Cadets Gran Canaria 2026 mit einer klaren Botschaft zurück: Die Veranstaltung zeigte sowohl die Qualität von Europas jungen Judoka als auch die Stärke des Entwicklungswegs, der sie formt. Nach vier Wettkampftagen verwies die Vizepräsidentin der European Judo Union für den Sportbereich auf ein Championat mit starken Zahlen, hohem Niveau und breit verteiltem Erfolg.
Vor der Veranstaltung brachte Gran Canaria einige naheliegende Fragen mit sich. Eine kontinentale Meisterschaft auf Kadettenniveau auf einer Insel bedeutete, dass die Teams fliegen mussten, während viele sonst zu Europacups auf dem Landweg reisen. Das sorgte für Bedenken bei Logistik, Komfort für die Athleten und vor allem bei der Teilnahme.
Am Ende verflogen diese Zweifel schnell. Rodrigues sagte, dass der Austragungsort bereits bei einem Vorbereitungsbesuch im Dezember nach dem EJU-Kongress einen starken Eindruck gemacht habe. Es gab einige Herausforderungen beim Aufwärmbereich, doch durch die Nutzung von drei getrennten Zonen konnten sich die Teams gut einrichten.
Auch die Unterbringung war ein wichtiger Test, besonders in der geschäftigen Sommerzeit. Nach Angaben von Rodrigues mussten die Organisatoren mehr Hotels als üblich nutzen, doch die Lösung funktionierte gut. Da die meisten Hotels zu Fuß erreichbar waren, half der Gesamtaufbau dabei, ein praktisches Umfeld für Athleten und Delegationen zu schaffen.
Das größte Fragezeichen war, ob die Reiseanforderungen die Größe des Teilnehmerfeldes verringern würden. Stattdessen blieb die Beteiligung stark. Rodrigues gab zu, dass sie vorher persönliche Bedenken hatte, doch diese verschwanden, sobald die Zahlen bestätigt waren.
Insgesamt nahmen 43 Nationen in Gran Canaria teil. Diese Zahl war nicht nur für diese Meisterschaft wichtig, sondern auch als Teil eines größeren Trends auf der Cadet Tour, bei der die Teilnahme in diesem Jahr konstant hoch geblieben ist. Aus Sicht von Rodrigues hilft dieser regelmäßige Wettbewerb den Athleten, besser vorbereitet zu den Europameisterschaften zu kommen, und das Niveau des Judo in Gran Canaria bestätigte das.
Die starke Beteiligung machte aus einer möglichen Sorge eines der besten Signale der Veranstaltung.
Besonders auffällig war, wie breit der Erfolg verteilt war. Elf verschiedene Nationen gewannen Europatitel, während 26 Länder den Finalblock erreichten. Insgesamt reisten 21 Nationen mit mindestens einer Medaille ab.
Diese Zahlen erzählen eine wichtige Geschichte über das Kadetten-Judo in Europa. Anstatt dass ein oder zwei Länder alles dominieren, zeigte Gran Canaria ein Teilnehmerfeld mit echter Tiefe. Die Ergebnisse waren technisch beeindruckend, aber auch unvorhersehbar, was die Meisterschaft noch lebendiger wirken ließ.
Rodrigues brachte dieses Gleichgewicht direkt mit der Rolle der Cadet Tour in Verbindung. Sie bezeichnete sie als ein sehr wichtiges Instrument für die nationalen Verbände, besonders weil Veranstaltungen in verschiedenen Regionen organisiert werden. Dieser Ansatz gibt mehr Athleten die Chance, auf hohem Niveau zu kämpfen, und hilft dabei, für die Zukunft eine breitere und stärkere Basis aufzubauen.
Elf Nationen holten Gold, ein klares Zeichen dafür, wie offen das Kadetten-Judo in Europa geworden ist.
Der Rückblick auf Gran Canaria drehte sich nicht nur um Medaillen. Für Rodrigues unterstrich die Veranstaltung etwas Größeres in der Entwicklung des europäischen Judo: Fortschritt wird ebenso an Vorbereitung, Zugang und langfristigem Wachstum gemessen wie an Podestplätzen. Nach vier Tagen auf Gran Canaria sah dieses Bild ermutigend aus.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union