Golden-Score-Druck entscheidet -52-kg-Finale in Lausanne
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Gefen Primo aus Israel gewann in Lausanne den Titel bis 52 kg nach einem anspruchsvollen Golden-Score-Finale gegen Blandine Pont aus Frankreich. Der Kampf brachte zwei erfahrene Judoka in starker Form zusammen und wurde unter zunehmendem Strafendruck mit dem kleinstmöglichen Vorsprung entschieden.
Pont kam mit viel Rückenwind nach ihrem Wechsel aus der Gewichtsklasse bis 48 kg. Die 27-Jährige hatte 2023 Grand-Slam-Titel in Paris, Tel Aviv und Antalya gewonnen und 2024 EM-Silber hinzugefügt. Siege bei den Grand Slams in Tbilisi und Astana 2026 unterstrichen, wie schnell sie sich als ernstzunehmende Kraft bis 52 kg etabliert hatte.
Die 26-jährige Primo ging mit einer eigenen umfangreichen internationalen Erfolgsbilanz ins Finale. Sie gewann 2021 in Budapest WM-Bronze und wurde Europameisterin. Zudem holte sie auf der World Judo Tour drei Grand-Slam-Goldmedaillen, eine Silber- und sieben Bronzemedaillen. Jüngste Bronzemedaillen in Guadalajara und Tbilisi zeigten, dass sie vor Lausanne wieder Form aufbaute.
Das Finale war ein angespannter taktischer Kampf zwischen der rechtshändigen Pont und der linkshändigen Primo. Keine der beiden Judoka konnte in der regulären Kampfzeit durchbrechen, und je ein Shido führte zum Golden Score. Beide Athletinnen griffen engagiert an und verteidigten entschlossen, doch keiner gelang eine entscheidende Wertung.
Nach einer Minute zusätzlicher Kampfzeit erhielt jede Wettkämpferin ihr zweites Shido. Mit steigendem Druck schien Primo mehr körperliche Energie übrig zu haben. Ponts drittes Shido entschied dann den Kampf und brachte Primo Gold, während die französische Judoka nach vollem Einsatz Silber gewann.
Primos Geduld und Kondition machten den Unterschied, als das Finale seine härteste Phase erreichte.
Primo sagte, sie freue sich sehr, wieder das Gefühl eines Goldgewinns zu erleben, und beschrieb die Atmosphäre in Lausanne als nahe an der einer Weltmeisterschaft. Sie betonte zudem, dass das Ergebnis wichtige Punkte bringt, während sie weitere Siege anstrebt.
Europa war auch im ersten Bronzekampf vertreten. Spaniens Ariane Toro Soler besiegte Japans Rin Takeuchi mit einem subtilen Richtungswechsel, der ihr einen Yuko einbrachte. Die zweite Bronzemedaille ging an Brasiliens Rafaela Rodrigues, die Usbekistans Sugdiyona Rafkatova nach einem kräftezehrenden Golden-Score-Kampf durch Strafen besiegte und damit ihre erste Grand-Slam-Medaille gewann.
Primo führte die abschließende Rangliste bis 52 kg vor Pont an, während Toro Soler und Rodrigues das Podium komplettierten. Italiens Ilaria Finestrone wurde gemeinsam mit Liliia Nugaeva Siebte.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation