Maisuradze entscheidet das Finale im Golden Score, Cret und Ngayap-Hambou glänzen mit Bronze
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Am dritten Wettkampftag in Tbilisi lag in der Klasse bis 90 kg jede Menge Spannung in der Luft. Die Gastgeber hofften auf ein georgisches Traumfinale, doch dieser Plan platzte im Halbfinale. Trotzdem bekam die Halle am Ende genau den Moment, auf den sie gewartet hatte.
Lasha Bekauri startete stark ins Turnier und wirkte lange auf Finalkurs. Im Halbfinale stoppte ihn jedoch Nemanja Majdov, der in Tbilisi extrem entschlossen auftrat. Der Serbe übernahm kurz vor Schluss die Kontrolle und setzte mit nur noch einer Sekunde auf der Uhr den entscheidenden Armhebel an. Für das Publikum war das ein harter Moment, denn der große Heimtraum war plötzlich vorbei.
Auf der anderen Seite des Tableaus blieb Luka Maisuradze ruhig und zielstrebig. Im Halbfinale konterte er Alex Cret aus Rumänien zum Waza-ari und zog damit ins Endduell ein. Dort entwickelte sich ein sehr taktischer Kampf gegen Majdov, in dem beide Fehler unbedingt vermeiden wollten und kaum etwas verschenkten.
Im Golden Score kam dann der Durchbruch. Maisuradze fand mit seinem starken Ärmelgriff doch noch den Zugang und brachte den Serben zu Boden. Der Waza-ari sicherte ihm den Titel und löste in der Arena gewaltigen Jubel aus.
Tbilisi bekam am Ende doch noch seinen Gänsehaut-Moment.
Auch aus europäischer Sicht gab es dahinter starke Geschichten. Alex Cret holte Bronze für Rumänien mit einem blitzsauberen Auftakt gegen Thomas Scharfetter: Waza-ari mit seoi-otoshi, danach der direkte Übergang in kuzure-yoko-shiho-gatame. Besonders stark: Auf dem Weg in den Finalblock hatte er bereits Fatiyev und Maxime-Gael Ngayap-Hambou bezwungen.
Die zweite Bronzemedaille ging an Frankreich. Maxime-Gael Ngayap-Hambou blieb gegen Bekauri konzentriert, konterte früh zum Waza-ari und beendete den Kampf später mit soto-makikomi. Nach einer schwierigen Auslosung und dem lauten Druck der Halle war das eine reife Leistung. Für den französischen Olympiamedaillengewinner ist es die zweite EM-Medaille in Folge.
Quelle: EJU_News