Gold im Golden Score: Huang dreht das -100-kg-Finale in Dushanbe

Die -100-kg-Klasse beim Grand Slam in Dushanbe fühlte sich wie ein offenes Rennen an. Die Gastgeber hatten sich in dieser Kategorie viel erhofft, doch früh wurde das Feld durchgerüttelt: Der Brite Max Gregory warf den topgesetzten Dzhakhongir Madzhidov (TJK) aus dem Turnier, ehe er selbst später in der Hoffnungsrunde scheiterte. Plötzlich war klar: Hier kann wirklich jeder Moment alles verändern.

Im Finale standen sich dann Adam Sangariev (RUS) und Fuchun Huang gegenüber. Vier Minuten lang blieb es eng, beide suchten Angriffe, beide verteidigten aufmerksam, ohne die entscheidende Lücke zu öffnen. Es war ein Kampf auf Messers Schneide, der genau nach der Art Finale aussah, die erst in der Verlängerung entschieden wird.

Im Golden Score reichte ein einziger perfekter Moment.

Kaum begann der Golden Score, zog Huang durch: Ein wuchtiges O-uchi-gari brachte Sangariev klar auf den Rücken, Ippon. Damit holte Huang den ersten chinesischen Männer-Goldrang bei einem Grand Slam seit 2017, als Xunzhao Cheng in Paris gewann. Für Huang ist es zudem die nächste Stufe in seiner eigenen Entwicklung: Nach Bronze in Dushanbe im Vorjahr wird es 2026 nun Gold, seine zweite Grand-Slam-Medaille insgesamt.

Auch aus europäischer Sicht gab es starke Highlights. Der Ukrainer Oleksii Yershov (24) gewann Bronze in einem extrem kurzen Kampf: Nach einem frühen Ko-soto-gake-Versuch von Lazar Zdrale (SRB) nutzte Yershov die Situation, übernahm die Kontrolle und bekam das Ippon zugesprochen. Für ihn ist es die erste Grand-Slam-Medaille.

Ebenfalls jubelte Vadim Ghimbovschi (MDA), der sich in seinem Bronzekampf durchsetzte und ebenfalls seine erste Grand-Slam-Medaille holte. Mit einem klaren Ippon beendete er den Fight und sorgte zugleich für die dritte Medaille seines Teams bei diesem Turnier.

Zwei europäische Premierenmedaillen machten das -100-kg-Podium noch spannender.

Quelle: JudoInside

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