Gennaro Pirelli macht aus EM-Gold einen größeren Olympia-Angriff
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Gennaro Pirelli ist zurück auf der Tatami in Bardonecchia, wo das Bardonecchia EJU OTC 2026 Spitzenathleten des Judo aus ganz Europa zu diesem Olympischen Trainingslager nach Italien gebracht hat. Der italienische Europameister nutzt diesen Moment nicht, um lange zu feiern, sondern um seinen Fokus auf die nächsten Schritte im olympischen Zyklus neu auszurichten.
Für Pirelli war der Gewinn des Europatitels in Tiflis ein Meilenstein. Er beschrieb ihn als verwirklichten Traum, machte aber auch klar, dass dieses Ergebnis nicht die Ziellinie ist. Seine Botschaft ist einfach und deutlich: Größere Ziele kommen nur durch harte Arbeit und den Hunger, weiter voranzugehen.
Diese Haltung scheint sich zu Hause sofort weiter verfestigt zu haben. Nach der Rückkehr ins Training sagte er, dass sein Trainer Lello Raffaele Parlati nicht zugelassen habe, dass die Geschichte bei einem Titel endet. Der Fokus richtete sich schnell darauf, was als Nächstes kommt, und Pirelli sieht diese Einstellung zugleich als erdend und motivierend.
EM-Gold war für Pirelli erst der Anfang.
Eines der stärksten Themen in seinen Überlegungen ist Reife. Pirelli glaubt, dass sein jüngster Fortschritt nicht nur mit Intensität oder Herz zu tun hat, sondern damit, wie er den Wettkampf selbst steuert. Er sprach davon, mit Geduld auf die Tatami zu gehen, das zu kontrollieren, was er kontrollieren kann, und fokussiert zu bleiben, selbst wenn er körperlich nicht in Bestform ist.
Diese Balance zwischen Ehrgeiz und Bescheidenheit fällt in seinem Ansatz besonders auf. Er stellt Selbstvertrauen nicht als Lautstärke oder Prahlerei dar. Stattdessen verbindet er Höchstleistung damit, bescheiden genug zu bleiben, um an diesem Tag die beste Version seiner selbst zu sein.
Paris 2024 bleibt ebenfalls ein wichtiger Bezugspunkt. Pirelli gab zu, dass es nach der Enttäuschung über Platz fünf, die sogenannte Holzmedaille, im Mixed-Team-Wettbewerb eine Phase der Reflexion gab. Anstatt dieses Ergebnis zu verdrängen, scheint er es aufgenommen und genutzt zu haben, um Veränderungen vorzunehmen.
Laut Pirelli haben sich seit Paris sowohl seine Mentalität als auch die Struktur seines Trainings weiterentwickelt. Er verwies auch auf die Rolle seiner Gruppe, seiner Freunde im Dojo und seiner Familie dabei, ihm zu helfen, voranzukommen. Das erinnert daran, dass Spitzen-Judo zwar individuell auf der Tatami ausgetragen wird, Fortschritt aber oft gemeinsam entsteht.
Als das Gespräch auf LA28 kommt, verbirgt Pirelli die Größe seines Traums nicht. Er will olympisches Gold. Gleichzeitig geht er dieses Ziel mit Bedacht an, nimmt den Weg lieber Wettkampf für Wettkampf und konzentriert sich darauf, jeden wichtigen Meilenstein in der bestmöglichen Verfassung zu erreichen.
Pirelli sagt, dass Reife heute im Zentrum seines Judo steht.
Seine Aussagen über das italienische Mixed-Team fügen der Geschichte eine weitere Ebene hinzu. Pirelli beschrieb eine Mannschaft, die sich im Teamwettbewerb verwandeln kann, selbst nach schwierigen Einzelergebnissen. Er hob das Herz innerhalb der Gruppe hervor, den Willen, gemeinsam zu gewinnen, und den Impuls, einen Teamkollegen nach einer Niederlage sofort wieder aufzurichten.
Die Bilanz des italienischen Teams verleiht diesem Glauben echtes Gewicht. Pirelli merkte an, dass die Mannschaft bei den Team-Weltmeisterschaften Medaillen gewonnen hat und in Paris Fünfte wurde. Für ihn ist diese kollektive Energie eine der größten Stärken des Teams.
Während das Training in Bardonecchia weiterläuft, wirkt Pirelli wie ein Athlet, der sowohl Zufriedenheit als auch unerledigte Aufgaben mit sich trägt. EM-Gold hat sein Niveau bestätigt, doch seine Aufmerksamkeit ist bereits auf das gerichtet, was noch aufgebaut werden muss.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: EJU / European Judo Union